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Amazone

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1. Definition

Die Amazonen (Ἀμαζόνες, die Etymologie ist ungeklärt) sind im griechischen Mythos ein Volk von Kriegerinnen, das am Rand der griechischen Welt, meist am Schwarzen Meer, lokalisiert wurde. Sie leben ohne Männer unter der Herrschaft einer Königin und werden von früher Jugend an im Umgang mit Waffen geschult. Der erfolgreiche Kampf gegen die Amazonen ist ein typisches Motiv der Bewährung für griechische Helden. Ihre Geschlecht und Kultur umfassende Alterität fordert die patriarchalische Gesellschaft heraus. In der Rezeptionsgeschichte werden die Amazonen zu archetypischen Heldinnen. Durch ihre Inanspruchnahme einer eigentlich Männern vorbehaltenen Rolle, aber auch durch die Verbindung von Gewalt und Erotik haben Sie von der Antike bis zur Gegenwart gleichermaßen fasziniert und abgestoßen.

2. Erläuterung
2.1. Systematik

Der semantische Kern des Begriffs „Amazone“ ist „kämpfende Frau“, „Kriegerin“. Da der archetypische Held oft als ein Krieger gesehen wird, können Amazonen deshalb zumindest im griechisch-römisch geprägten Kulturbereich als die archteypischen Heldinnen gelten. Lexikalisch wurden Amazonen in der Antike zwar nicht mit dem weitgehend Männern vorbehaltenen Wortfeld des Heroischen (heros, heroicus u. Ä.) beschrieben, doch lassen sich zentrale Elemente von ⟶Heroisierungen und ⟶Heroismen im Fall der Amazonen in überaus starker Ausformung finden: Sie überschreiten kulturelle Normen und zeichnen sich durch eine ausgeprägte, oft mit ⟶Gewalt verbundene Handlungsmacht (agency) aus; sie faszinieren, polarisieren und werden von ihrem ‚Publikum‘ moralisch und affektiv aufgeladen; schließlich werden sie selbst zu Präfiguraten und Habitusmustern für eine Vielzahl von ⟶heroischen Imitationen und Rezeptionssplittern. Öfter als bei männlichen Heldenbildern wird dabei das andere – hier männliche – Geschlecht als Vergleichgröße explizit mitgedacht und thematisiert (schon Homer bezeichnet die Amazonen als ἀντιάνειραι, „Männern ebenbürtig“)1, was in patriarchalischen Ordnungen mit ihren primär männlich konnotierten Heldenvorstellungen nicht überrascht. Zum Teil impliziert in einem solchen Bezugsrahmen das Heldentum der Amazonen auch die Anklage männlicher Laschheit bzw. die Exhortation zu männlichen Tugenden.2 Ähnlich wie im Fall der ⟶homerischen Helden ist den Amazonen als ⟶Kollektiv (wegen ihrer Kampfkraft und Autonomie) eine gewisse Heroik eigen, ebenso ragen aber auch hier einzelne Individuen wie z. B. Penthesilea heraus, die meistens als Königinnen über den Amazonenstaat herrschen. Die Zugehörigkeit zu einem Amazonenvolk bzw. -staat unterscheidet Amazonen im eigentlichen Sinn von metaphorisch ‚Amazonen‘ genannten heroischen weiblichen Individuen aller Zeiten und Völker.

2.2. Historie

Im griechischen Mythos betrachten sich die Amazonen als Nachfahren des Kriegsgottes Ares und verehren daneben besonders die Göttin der Jagd, Artemis. In historiographischen, geographischen und ethnographischen Quellen wird versucht, den Mythos zu rationalisieren: Aus Strabon (1. Jh. v. und n. Chr.) und Justin (2./3. Jh. n. Chr.)3 geht z. B. hervor, dass die Amazonen von einem Nomadenvolk abstammen, dessen männliche Angehörige von den Frauen getötet wurden. Nur zur Zeugung von Nachkommenschaft vereinigen sie sich einmal im Jahr mit den Männern eines benachbarten Volks. Die daraus entstandenen Söhne werden getötet (Justin) oder zu den Männern zurückgeschickt (Strabon). Die Mädchen dagegen erlernen das Jagd- und Kriegshandwerk.

Ihre eigentliche Berühmtheit erlangten die Amazonen im Altertum aber jenseits rationalisierender Erklärungen in Legende, Literatur und bildlichen Darstellungen. Ihr Heldentum erweist sich bevorzugt im (letztlich unterlegenen) Kampf gegen griechische Heere und Heroen. Den wohl bekanntesten und in der Rezeptionsgeschichte wirkmächtigsten Kampf führen sie im Trojanischen Krieg als Verbündete der Trojaner, mit dem Zweikampf zwischen Achill und der Amazonenkönigin Penthesilea als Höhepunkt.4 In einer anderen Erzählung entführt der athenische König und Staatsheros Theseus die Amazonenkönigin Antiope, woraufhin die Amazonen gegen Athen ziehen, aber schließlich von Theseus geschlagen werden.5 Der größte aller griechischen Helden, Herkules, erhält als neunte seiner zwölf Arbeiten den Auftrag, das Wehrgehenk der Amazonenkönigin Hippolyte zu rauben.6 Der u. a. als Bezähmer des Flügelrosses Pegasus bekannte Heros Bellerophon wiederum soll die Amazonen besiegt haben, als sie ins kleinasiatische Lykien einfielen.7 Dazu kommen zahlreiche Darstellungen dieser und ähnlicher Kämpfe gegen die Amazonen (sog. „Amazonomachien“) in der antiken Kunst. Ihre Bedeutung für die Formung sozialer und kultureller Identität erhellt z. B. aus den zwei Amazonomachie-Reliefs des athenischen Parthenons. Das eine befindet sich in den – stark beschädigten – Metopen der Westseite des Tempels, während die den übrigen Himmelsrichtungen zugewandten Metopen Kämpfe zwischen Lapithen und Kentauren, Göttern und Giganten („Gigantomachie“) sowie Griechen und Trojanern zeigen. Das zweite Relief zierte den Schild des – nur noch aus Beschreibungen bekannten – zentralen Kultbildnisses der Athene, auf dessen Außenseite eine Amazonomachie und auf dessen Innenseite eine Gigantomachie dargestellt war. Im Gefolge der Perserkriege entstanden8, dienten diese Darstellungen offenbar als mythisches Sinnbild der Bewährung der Polis gegen jegliche barbarische Gefahr, wobei die Amazonen neben den monströsen Giganten, den halbtierischen Kentauren und den trojanischen Erzfeinden eine bedeutende Form der nicht-griechischen Alterität repräsentierten.

Dem Motiv von der Besiegung und Tötung von Amazonen stehen die Anerkennung ihrer kriegerischen Fähigkeiten (z. B. in der ausführlichen Beschreibung ihres im Wesentlichen ebenbürtigen Kampfs gegen die Griechen vor Troja bei Quintus von Smyrna)9 und ihre regelrechte Verehrung als Städtegründerinnen entgegen, wobei hier ein Schwerpunkt in Kleinasien, also in der Nähe des mythischen Siedlungsgebiets der Amazonen liegt. So soll die Stadt Smyrna (heute Izmir) auf eine gleichnamige Amazone zurückgehen und der Artemis-Kult in Ephesos von den Amazonen begründet worden sein.10 In dieser wertschätzenden Perspektive manifestiert sich – wie auf anderen Gebieten auch – ein historisch-kultureller Gegensatz zwischen dem klassischen Athen und lokalen Traditionen der größeren griechischen Welt, der vor schablonisierenden Vorstellungen vom „antiken“ Amazonenbild warnen kann.

Schließlich ist auch das in späteren Zeiten häufigere Motiv von Liebe und Sexualität zwischen Amazonen-Heldinnen und männlichen Helden schon in der Antike angelegt. Dass sich Achill in die sterbende Penthesilea verliebt habe (vgl. Kleists berühmtes Drama), weiß z. B. schon der Elegiker Properz in augusteischer Zeit.11 Theseus zeugte mit der Amazonenkönigin Antiope einen Sohn, Hippolytos. Außerhalb des Mythos, aber trotzdem legendarisch, wurde von Alexander dem Großen erzählt, dass ihn auf seinem Zug Richtung Osten die Amazonenkönigin Thalestris mit dem unverblümten Wunsch konfrontiert habe, ein Kind von ihm zu bekommen, worauf er gerne einging.12

Im Hoch- und Spätmittelalter finden sich neben den erwartbaren Abwertungen der Amazonen als Bedrohung einer gottgegebenen Ordnung auch eine ganze Reihe von tendenziell positiven Zeugnissen, in denen sie höfische Werte verkörpern und so zu einem partiellen Vorbild für die eigene Gesellschaft werden. In Benoît de Sainte-Maures Roman de Troie (12. Jh.) z. B. werden die Amazonen und ihre Königin Penthesilea als ursprünglich, sittenstreng, edelmütig und tapfer beschrieben (V. 23127–23356).13 In Boccaccios Biographien berühmter Frauen (De mulieribus claris, 1361/62) sind drei Kapitel (11, 18, und 30) Amazonenköniginnen als Exempel der Tapferkeit gewidmet. Teilweise davon inspiriert, schreibt Christine de Pizan wohl als erste Frau überhaupt in ihrem Buch von der Stadt der Frauen (Le Livre de la Cité des Dames, ca. 1405) über die Amazonen, deren Staat ihr als Vorbild für ihre eigene, allegorisch aus heroischen Frauen zusammengesetzte Stadt dient. Sie nimmt damit bereits die moderne Aneignung des Amazonenmythos für feministische Anliegen vorweg.

In der Frühen Neuzeit erlangte der Amazonenmythos besondere Bedeutung für die Entdeckung Amerikas bzw. die anschließende Kolonialisierung Südamerikas. Der spanische Konquistador Francisco de Orellana (1511–1546) stieß bei seinen Kämpfen gegen die indigene Bevölkerung am seitdem (Río de las) „Amazonas“ genannten Strom u. a. auch auf bewaffnete Frauen, die er als Nachfahren der Amazonen der griechischen Mythologie identifizierte. Die Eroberung und Kolonialisierung des Amazonasgebiets erhielt dadurch eine zusätzliche männlich-heroische Nuance, die auch durch den Widerstand gegen die erotischen Versuchungen durch die Amazonen bekräftigt werden konnte: In Tirso de Molinas Drama Amazonas en las Indias (1635) weisen die spanischen Konquistadores Avancen und Versprechungen der Amazonen zurück und halten stattdessen der spanischen Krone die Treue. In Europa waren die Amazonen in dieser Zeit ein beliebtes Motiv der höfischen Festkultur, z. B. als Kriegerinnen in Aufzügen im Rahmen von Turnieren oder als Herrscherinnen in Opern, Balletten und Maskeraden.14 Im Bild der Amazone konnte man so u. a. den weiblichen Mitgliedern der Hofgesellschaft, insbesondere Fürstinnen huldigen und ihnen Handlungsmacht zuschreiben.

Als im 18. Jahrhundert der Glaube an die faktische Existenz der Amazonen in Geschichte und Gegenwart zunehmend schwand, verlor ihr Mythos keineswegs an Relevanz. Im Gegenteil mehrten sich im Modus der Fiktionalität ehrgeizigere und originelle Amazonen-Adaptationen. Anne-Marie du Boccages Tragödie Les Amazones (1749) dreht tradierte Macht- und Agency-Verhältnisse insofern um, als die Amazonen hier den griechischen Helden Theseus besiegen. Als sich ihre Königin Orithie in ihn verliebt, löst sie den Gegensatz zwischen Pflicht (die Loyalität zum Amazonenstaat) und Neigung (ihre Liebe zu Theseus) durch einen heroischen Selbstmord auf, wie er sonst eher der Entscheidungsmacht von Männern vorbehalten war. Die Tendenz der Moderne zu einer psychologischen und reflexiven Auflösung des Heroischen zeigt sich in Heinrich von Kleists berühmter Tragödie Penthesilea (1808), der ebenfalls ein Konflikt zwischen individueller Liebe und gesellschaftlicher Verantwortung zugrunde liegt. Später wurden die Amazonen regelmäßig Bezugspunkt für die mit Bachofens Mutterrecht (1861) und dem modernen Feminismus intensivierten Debatten um Matriarchat, Emanzipation und Gleichberechtigung. Zur heute bekanntesten Amazone in diesem Kontext hat sich nicht zuletzt durch den Erfolg des gleichnamigen Films von 2017 die Superheldin Wonder Woman entwickelt.15 Als betont feministischer Gegenentwurf zu männlichen ⟶Superhelden vom amerikanischen Psychologen William Moulton Marston 1941 erfunden, ist Wonder Woman auch mit einer explizit auf den antiken Amazonenmythos zurückgreifenden Vor- bzw. Herkunftsgeschichte ausgestattet. Im fiktionalen Universum von Wonder Woman leben die Amazonen auch heute noch und können in zeitgeschichtliche Begebenheiten (wie den 1. Weltkrieg im Film von 2017) eingreifen. Durch diesen Brückenschlag zwischen Antike und Moderne verkörpert Wonder Woman die zeitlose Relevanz des antiken Amazonenmythos als Archetyp für Heldinnen im ansonsten männlich dominierten Heldengeschäft.

2.3. Medialität

Leitmedien in den diversen Realisierungen des Amazonenmythos sind in der Antike das Epos, die Historiographie, Ethnographie und Geographie sowie die bildende Kunst16; im Mittelalter die Enzyklopädistik, der höfische Roman und die Biographie; in der Frühen Neuzeit das Drama; in der Moderne die Wissenschaft und die populären Medien Comic und Film/Fernsehen. Diese Auswahl soll aber nicht über die Vielzahl anderer relevanter Medien hinwegtäuschen. Für die Heroik der Amazonen bedeutend, weil diese mitbegründend, ist ihr Ursprung im antiken Epos.17 In der Ilias werden sie zweimal als gefährliche Kriegerinnen erwähnt und mit dem Beiwort ἀντιάνειραι, „Männern ebenbürtig“ charakterisiert.18 In dem direkt an die Ereignisse der Ilias anschließenden, heute verlorenen Epos Aithiopis eines unbekannten Autors war der erste von zwei Hauptteilen dem Kampf der Amazonen gegen die Griechen vor Troja und dem Zweikampf zwischen Penthesilea und Achill gewidmet. Insbesondere Penthesilea hat als Antagonistin von Achill und in Parallele zum Schicksal Hektors eminent an der Heroik der männlichen epischen Helden teil.19 Einen Eindruck von der Amazonen-Erzählung der Aithiopis gibt das darauf beruhende erste Buch von Quintus von Smyrnas wohl aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. stammendem Epos Posthomerica. In den als Konkurrenz zu Homer auftretenden, in Prosa und linear erzählten spätantiken ‚Trojaromanen‘ von Dictys Cretensis und Dares Phrygius wurde der Stoff dann ans Mittelalter weitertradiert.

3. Forschungsstand und Forschungsperspektiven

Die verfügbaren Zeugnisse über den antiken Amazonenmythos sind gesammelt und die wesentlichen, kulturhistorischen Schlüsse über Gender und Alterität gezogen.20 Der Sammelband von Schubert und Weiß 2013 und insbesondere der darin enthaltene Beitrag von Claudia Tiersch machen noch einmal deutlich, dass die Alterität der Amazonen nicht auf die Geschlechterverhältnisse reduziert werden kann und dass auch in der Antike verschiedene Epochen den Amazonenmythos verschieden funktionalisierten (in der Archaik v. a. adelig-kriegerisch, in der Klassik v. a. politisch-ordnungsstiftend, im Hellenismus v. a. aitiologisch). Diskurse über Genderverhältnisse innerhalb der antiken Gesellschaften wurden dagegen eher über die großen Frauengestalten des griechischen Dramas wie z. B. Medea geführt. Einen historischen Kern des Amazonenmythos versuchte jüngst Adrienne Mayor in den Skelettfunden von Kriegerinnen in der eurasischen Steppe wahrscheinlich zu machen.21 Gleichzeitig wendet Mayor den Amazonenbegriff auf eine Vielzahl von weiteren weiblichen Kriegerinnen aus alten Kulturen von Ägypten bis China an. Sie repräsentiert damit eine größere Tendenz, wehrhafte Frauen aus allen Zeiten und Kulturen metaphorisch „Amazonen“ zu nennen. In der Encyclopedia of Amazons von J. A. Salmonson z. B. finden sich unter den vielen Einträgen zu „women warriors“ nur sehr wenige ‚echte‘ Amazonen.22 Die Rede von „Amazonen“ führt aber nur weiter, wenn den betreffenden Frauen in zeitgenössischen oder späteren Diskursen zumindest der Begriff „Amazone“ beigelegt wird. Ein interessantes Beispiel sind die im Feld, aber in weiterer Folge auch für ihre sozialen und politischen Rechte kämpfenden Frauen der Französischen Revolution und der antinapoleonischen Befreiungskriege, die sich teils selbst als „Amazonen“ bezeichneten, teils im öffentlichen Diskurs so genannt wurden.23 Hier könnte die Verbindung mit anderen historischen und zeitgenössischen Rezeptionen des Amazonenmythos noch mehr Kohärenz stiften und Heldinnenideale nuancieren. Dazu fehlt freilich eine größere Geschichte der Rezeption des Amazonenmythos von der Antike bis zur Gegenwart.24 Eine solche müsste aufgrund der Masse des Materials wohl oder übel eine ordnende und selektierende Leitperspektive haben. Die Formung zeitgenössischer Heldinnenideale durch die jeweiligen Amazonenrezeptionen würde sich dafür offenkundig anbieten.

4. Einzelnachweise
  • 1 .
    Homer, Ilias 3,189; 6,186.
  • 2 .
    Ausdrücklich z. B. bei Boccaccio, De claris mulieribus, Ende von Kap. 30 zur Amazonenkönigin Penthesilea; vgl. auch die „Amazonen“ genannten militanten Frauen in den napoleonischen Befreiungskriegen (Hagemann, Karen: „Mannlicher Muth und Teutsche Ehre“. Nation, Militär und Geschlecht zur Zeit der Antinapoleonischen Kriege Preußens. Paderborn 2002: Schöningh, bes. 391).
  • 3 .
    Strabon 11,15,1; Justin 2,4.
  • 4 .
    Ein Gegenstand des verlorenen Epos Aithiopis, später u. a. im 1. Buch der Posthomerica (3. Jh. n. Chr.) des Quintus von Smyrna und in den spätantiken „Trojaromanen“ von Dictys Cretensis und Dares Phrygius (Näheres siehe unter 2.3).
  • 5 .
    Zum Beispiel Aischylos, Eumeniden 685–690; Plutarch, Theseus 26–27.
  • 6 .
    Zum Beispiel Euripides, Herakles 408–419; Diodorus Siculus 4,16, 1–4.
  • 7 .
    Homer, Ilias 6,186.
  • 8 .
    Gauer, Werner: „Parthenonische Amazonomachie und Perserkrieg“. In: Schmidt, Margot (Hg.): Kanon. Basel 1988: Vereinigung der Freunde Antiker Kunst, 28–41.
  • 9 .
    Posthomerica 1.
  • 10 .
    Strabon, Geographie 11,5,4; Pausanias, Beschreibung Griechenlands 7,2,7.
  • 11 .
    Properz 3,11,15–16: „als der Goldhelm ihr Antlitz freigab, besiegte ihre strahlende Schönheit den Besieger“ (Üs. Georg Luck).
  • 12 .
    Curtius Rufus 6,5,24–32; Diodorus Siculus 17,77,1–3; Justin 2,4,33 und 12,3,5.
  • 13 .
    Ähnliches im deutschen höfischen Roman beobachtet Manfred Kern: „Amazones“. In: Lexikon der antiken Gestalten in den deutschen Texten des Mittelalters. Berlin 2003: De Gruyter, 55–59, bes. 58–59.
  • 14 .
    Watanabe O’Kelly, Helen: „Amazonen in der sozialen und ästhetischen Praxis der deutschen Festkultur der Frühen Neuzeit“. In: Dickhaut, Kirsten / Steigerwald, Jörn / Wagner, Birgit (Hg.): Soziale und ästhetische Praxis der höfischen Fest-Kultur im 16. und 17. Jahrhundert. Wiesbaden 2009: Harrasowitz, 127–147.
  • 15 .
    Lethbridge, Stefanie: „Amazon Reboot. Wonder Woman, Classical Heritage and the Question of Hero Equality“. In: Tilg, Stefan / Novokhatko, Anna (Hg.): Antikes Heldentum in der Moderne. Konzepte, Praktiken, Medien. Freiburg i. Br. 2019: Rombach (im Erscheinen).
  • 16 .
    Kurze Übersicht über die antike Ikonographie bei Blok, Josine H. / Ley, Anne: „Amazones“. In: Der Neue Pauly 1 (1996), 575–576; ausführlich: Devambez, Pierre / Kauffmann-Samaras, Aliki: „Amazones“. In: Lexicon iconographicum mythologiae classicae 1,1 (1981), 586–653.
  • 17 .
    Ken, Dowden: „The Amazons. Development and Functions“. In: Rheinisches Museum 140 (1997), 97–128, hier 98–103.
  • 18 .
    Homer, Ilias 3,189; 6,186.
  • 19 .
    Blok, Josine H.: The Early Amazons. Modern and Ancient Perspectives on a Persistent Myth. Leiden 1995: Brill, 239–259.
  • 20 .
    Zum Beispiel Blok: The Early Amazons, 1995; Dowden: „The Amazons“, 1997; Mayor, Adrienne: The Amazons: Lives and Legends of Warrior Women across the Ancient World. Princeton 2014: Princeton University Press.
  • 21 .
    Mayor: The Amazons, 2014. Grundsätzlich ähnlich: Duvall Penrose Jr., Walter: Postcolonial Amazons. Female Masculinity and Courage in Ancient Greek and Sanskrit Literature. Oxford 2016: Oxford University Press.
  • 22 .
    Salmonson, Jessica Amanda: The Encyclopedia of Amazons. Women Warriors from Antiquity to the Modern Era. New York 1991: Paragon.
  • 23 .
    Baxmann, Inge: Die Feste der Französischen Revolution. Inszenierung von Gesellschaft als Natur. Weinheim/Basel 1989: Beltz, 111–120; Hagemann, Karen: „Heldenmutter, Kriegerbräute und Amazonen. Entwürfe patriotischer Weiblichkeit zur Zeit der Freiheitskriege“. In: Frevert, Ute (Hg.): Militär und Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Stuttgart 1997: Klett-Cotta, 174–200; Hagemann: „Mannlicher Muth und Teutsche Ehre“, 2002, 374–393.
  • 24 .
    Die beste Skizze derzeit bei Moser, Christian: „Amazonen“. In: Der Neue Pauly Supplemente. Band 5: Mythenrezeption. Die antike Mythologie in Literatur, Musik und Kunst von den Anfängen bis zur Gegenwart. Stuttgart 2008: Metzler, 62–67.
5. Ausgewählte Literatur
  • Blok, Josine H.: The Early Amazons. Modern and Ancient Perspectives on a Persistent Myth. Leiden 1995: Brill.

  • Blok, Josine H. / Ley, Anne: „Amazones“. In: Der Neue Pauly 1 (1996), 575–576.

  • Dowden, Ken: „The Amazons. Development and Functions“. In: Rheinisches Museum 140 (1997), 97–128.

  • Duvall Penrose Jr., Walter: Postcolonial Amazons. Female Masculinity and Courage in Ancient Greek and Sanskrit Literature. Oxford 2016: Oxford University Press.

  • Hagemann, Karen: „Heldenmutter, Kriegerbräute und Amazonen. Entwürfe patriotischer Weiblichkeit zur Zeit der Freiheitskriege“. In: Frevert, Ute (Hg.): Militär und Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Stuttgart 1997: Klett-Cotta, 174–200.

  • Lethbridge, Stefanie: „Amazon Reboot. Wonder Woman, Classical Heritage and the Question of Hero Equality“. In: Tilg, Stefan / Novokhatko, Anna (Hg.): Antikes Heldentum in der Moderne. Konzepte, Praktiken, Medien. Freiburg i.Br. 2019: Rombach (im Erscheinen).

  • Mayor, Adrienne: The Amazons: Lives and Legends of Warrior Women across the Ancient World. Princeton 2014: Princeton University Press.

  • Moser, Christian: „Amazonen“. In: Der Neue Pauly Supplemente. Band 5: Mythenrezeption. Die antike Mythologie in Literatur, Musik und Kunst von den Anfängen bis zur Gegenwart. Stuttgart 2008: Metzler, 62–67.

  • Schubert, Charlotte / Weiß, Alexander (Hg.): Amazonen zwischen Griechen und Skythen. Gegenbilder in Mythos und Geschichte. Berlin 2013: De Gruyter.

  • Tiersch, Claudia: „Von den Gründen, eine Amazone zu besiegen. Bezähmung des gefahrvoll Weiblichen?“ In: Schubert, Charlotte / Weiß, Alexander (Hg.): Amazonen zwischen Griechen und Skythen. Gegenbilder in Mythos und Geschichte. Berlin 2013: De Gruyter, 111–135.

  • Tyrrell, Blake: Amazons. A Study in Athenian Mythmaking. Baltimore 1984: Johns Hopkins University Press.

  • Watanabe-O’Kelly, Helen: Beauty or Beast? The Woman Warrior in the German Imagination from the Renaissance to the Present. Oxford 2010: Oxford University Press.

6. Abbildungsnachweise

Teaserbild: Anonymous: Amazonomachie. 2. Hälfte des 4. Jh. n. Chr. in Antiochia am Orontes (heute Antakya, Türkei). Mosaik, Marmor und Kalkstein. Paris, Musée du Louvre, Inv.-Nr. Ma 3457.
Quelle: User:Clio20 / Wikimedia Commons
Lizenz: Creative Commons BY-SA 3.0

Zitierweise

Tilg, Stefan: „Amazone“. In: Compendium heroicum. Hg. von Ronald G. Asch, Achim Aurnhammer, Georg Feitscher und Anna Schreurs-Morét, publiziert vom Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ der Universität Freiburg, Freiburg 07.08.2019. DOI: 10.6094/heroicum/ad1.0.20190807