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Tod und Sterben

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Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf den kollektiven Diskussionen im Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“. Wir verzichten daher auf die Nennung einzelner Urheber.1 Der Artikel ist ein ‚work in progress‘, Ergänzungen und Präzisierungen sind ausdrücklich erwünscht. Senden Sie Ihren Vorschlag gern an die Redaktion (redaktion@compendium-heroicum.de).

1. Definition und Überblick

Sterblichkeit ist in vielen Kulturen eine Voraussetzung für Heldentum. Denn der Tod gilt als ein Risiko, das ⟶Helden eingehen, als ein Opfer, das sie erbringen, und damit als eine ultimative ⟶Grenzüberschreitung. Sowohl die Bereitschaft, zu sterben, als auch der Tod und seine Umstände spielen eine wesentliche Rolle in ⟶Heroisierungsprozessen. Die Verehrung und Bewunderung von Helden enden nicht mit ihrem Leben, sondern setzen sich fort oder entstehen in einigen Fällen erst posthum.2

Tod und Sterben erhalten auf zwei Wegen eine Funktion in Heroisierungsprozessen3:

1. Im Fall des heldenhaften Todes bilden das Sterben und die Todesumstände einer Figur einen eigenen Faktor für ihre Heroisierung. So können beispielsweise der Tod eines ⟶Soldaten im Gefecht oder tödliche Unfälle von ⟶Feuerwehrleuten im Rettungseinsatz zum Anlass oder Bezugspunkt dafür werden, sie zu Helden zu erklären. In der Regel handelt es sich dabei um eine nachträgliche Heroisierung, die mit der Zuschreibung einhergeht, der Held habe sich unter Inkaufnahme oder in der Gewissheit des eigenen Todes einer gefährlichen Situation ausgesetzt und somit ein Selbstopfer erbracht. Die innere Einstellung des Helden gegenüber dem Tod wird damit – oft unabhängig davon, ob diese Einstellung faktisch gegeben war oder ob es sich um eine bloße Projektion der Verehrer handelt – zu einem entscheidenden Kriterium der Heroisierung. Insbesondere in militärischen Kontexten werden Tote heroisiert, indem ihnen attestiert wird, sie seien einen „Heldentod“ gestorben – ein Begriff, der im Gefallenenkult des Ersten und Zweiten Weltkriegs vielfach instrumentalisiert wurde4 und in den postheroischen Gesellschaften der Gegenwart problematisch geworden ist.5

2. Der Tod von Helden meint zunächst nicht mehr als das Sterben von Figuren, die bereits zu Lebzeiten einen heroischen Status erlangt hatten. Der Tod eines Helden ist häufig ein Anlass für die Verehrergemeinschaft, sich seine Taten und sein Wirken erneut zu vergegenwärtigen und seinen Heldenstatus zu bekräftigen. Ein solches Ereignis ist daher nicht selten mit rituellen Ehrbezeugungen, Erinnerungspraktiken6, Toten- und Grabkulten7 verbunden. Eine psychologische Deutung dieses Phänomens könnte darauf verweisen, dass der Tod des Helden auch ein Bewusstsein für die Vergänglichkeit seines Ruhms erzeugt. Da der Held keine neuen Taten mehr vollbringen kann, steigt auch die Gefahr seines Vergessens; die Verehrergemeinschaft reagiert darauf durch das zeitnahe Schaffen eines dauerhaften Monuments, das dem Vergessen entgegenwirken soll. Doch bietet der Tod des Helden auch Chancen für die erinnernde Darstellung: So kann der Held seinen charismatischen und heroischen Status nicht mehr selbst beschädigen, was die hagiographische Repräsentation erleichtert. In einigen Fällen rückt eine Person erst durch ihren Tod in die nötige Distanz zur Gemeinschaft, die sie als Heroisierungsobjekt verfügbar macht. Schließlich wird der ‚Tod von Helden‘ nicht selten als ein historischer Umschlagpunkt oder Epochenbruch aufgefasst, der für die ⟶Erinnerungskultur einer Gemeinschaft große Bedeutung hat.8 Dies illustrieren in jüngerer Zeit zahlreiche Beispiele von politischen oder religiösen Führerfiguren9 über Bürgerrechtsikonen10 bis hin zu Popstars11, deren Tod starke gesellschaftliche und mediale Reaktionen hervorrief.

In beiden Varianten ist das Sterben eng an Heroisierungsprozesse geknüpft, deren Wirkung vor allem auf zwei Prinzipien basiert: Erstens geht mit der fundamentalen anthropologischen Erfahrung des Todes das Bedürfnis einher, dem individuellen Sterben Sinn zu verliehen, indem es auf etwas Überindividuelles bezogen wird. Die Zuschreibung eines ‚heroischen Todes‘ leistet diese Sinnkonstitution, indem suggeriert wird, der Held habe sein Leben für die Gemeinschaft, ihre Werte und ihre Institutionen geopfert.12 Zweitens basiert die Heroisierung des Todes auf der Individualisierung und Personalisierung des Sterbens. Sowohl die Zuschreibung des ‚heldischen Todes‘ als auch der ‚Tod des Helden‘ betonen die Person als Individuum und heben sie aus der Masse aller Gestorbenen heraus. Erst die Individualisierung ermöglicht die Heroisierung und Aneignung des Toten durch die Hinterbliebenen.

Darüber hinaus sind der Tod und das Sterben für eine Heroisierung prädestiniert, weil ihnen eine inhärente Transgressivität zu eigen ist: Die Entscheidung für einen (heldischen) Tod kann als maximaler Ausdruck menschlicher Handlungsfreiheit und der Normüberschreitung wahrgenommen werden. Dies betrifft vor allem das Selbstopfer und den Suizid als spezifische Formen des heroischen Todes. Zudem verweist der Tod auf die Vergänglichkeit des Heroischen und bietet daher sowohl ein empathisches Moment (der Held stirbt wie alle Menschen) als auch ein admiratives Moment (der Held erscheint auch im Sterben unnachahmlich). Dieser Effekt kann durch bestimmte mediale Repräsentationsstrategien unterstützt werden, die den heroischen Tod als transitorischen Moment und als tragische Katastrophe inszenieren.13 Schließlich bestehen besonders gute Erfolgsaussichten einer gelingenden Heroisierung: Der Tod von Personen lässt sich leicht instrumentalisieren, da Tote sich gegen ihre Heroisierung nicht mehr wehren oder durch ihr späteres Handeln den Heldenstatus einbüßen können. „Der Mythos des heroischen Opfers hat also eine doppelte, um nicht zu sagen zweischneidige Funktion: Er spendet Trost und stiftet Sinn, aber er lässt sich auch zu Durchhalteparolen und für menschenverachtende Kampfeinsätze instrumentalisieren.“14

Die folgenden Ausführungen konzentrieren sich auf das Phänomen des ‚heldischen Todes‘.

2. Der ‚heroische Tod‘ als spezifische Heroisierungsform

Der ‚heroische Tod‘ stellt eine spezifische Form der ⟶Heroisierung dar, die sich als sozialer ⟶Konstitutionsprozess vollzieht. Dem Helden und seinem Handeln werden, wie in anderen Heroisierungsprozessen auch, Außerordentlichkeit und Exemplarität zugeschrieben, sein Tod erfährt eine affektive und moralische Aufladung. Auch kann vom ‚heroischen Tod‘ eine starke ⟶Attraktionskraft und eine appellative Wirkung ausgehen. Gleichwohl weist die Heroisierung des Todes spezifische Merkmale auf, die sie von anderen Varianten der Heroisierung unterscheiden.

2.1. Voraussetzungen des ‚heroischen Todes‘

Ob eine Person aufgrund ihres Todes heroisiert werden kann, ist vom historischen und kulturellen Kontext abhängig. In ständisch organisierten Gesellschaften blieb der Heldenstatus grundsätzlich der herrschenden, militärischen oder klerikalen Elite vorbehalten. Auch die Anerkennung eines heroischen Todes war damit auf eine kleine Minderheit beschränkt und wurde – wie das Heroische allgemein – als Ausdruck charakterlicher Eigenschaften wie Seelengröße, Tatkraft und Mut gedeutet.15 Der Tod verbürgte den heroischen Status der Person oder konnte ihn – sollten die Umstände nicht den Erwartungen an einen Helden entsprechen – relativieren.

In egalitären Gesellschaften hingegen unterliegen Heroisierungen geringeren sozialen Beschränkungen.16 Sichtbar wird dies beispielsweise ab dem 18. Jahrhundert im Zuge der Verbürgerlichung des Heroischen im Militär, die dazu führte, dass auch das Opfer des patriotischen citoyen, der als einfacher ⟶Soldat für die Nation kämpfte, als ‚heroischer Tod‘ gerühmt werden konnte.17 Ob der Gestorbene schon zu Lebzeiten einen heldischen Charakter bewies, ist dabei meist unerheblich. In den Gesellschaften der Moderne, aber auch schon im antiken Athen, bietet der heroische Tod gar eine Möglichkeit zur Erlangung von Heldenruhm, der früheres Fehlverhalten einer Person kompensieren und überstrahlen kann. So bemerkt etwa der Athenische Staatsmann Perikles in seinem Epitaphios auf die Gefallenen des Peloponnesischen Krieges: „Denn selbst wenn einige sonst minder taugten, darf man ihren im Krieg für die Heimat bewiesenen Mannesmut höher stellen.“18

Der Tod von Frauen kennt eigene Varianten der Heroisierung. Prominent ist der Suizid der Tugendheldin (z. B. Lucretia), der nicht nur der Wiederherstellung der persönlichen Ehre dient, sondern zugleich die Moral und Normen der Gemeinschaft bekräftigt. Weitere Heroisierungsmodelle sind das ⟶Martyrium für metaphysische Ziele oder den Glauben19; der gemeinsame Liebestod aus Verabsolutierung der Liebe (z. B. Romeo und Julia, Pyramus und Thisbe); sowie das Gruppenopfer nach verlorenen militärischen Auseinandersetzungen (z. B. der ‚Helden-Tod der vierhundert Pforzheimer‘20).

Neben den persönlichen Voraussetzungen hängt das Potential zur Heroisierung auch von den Umständen des Sterbens ab. Durchaus nicht jeder Tod auf dem Schlachtfeld wird als heroisch gewürdigt, selbst wenn die Gefallenen ansonsten die nötigen Voraussetzungen erfüllen. Von mittelalterlichen Rittern wurde erwartet, dass sie im Kampf nicht sinnlos die Gefahr suchten, da „ein selbstverschuldeter Tod [als] ein abschreckendes und nicht nachahmenswertes Beispiel“ angesehen wurde.21 Ein ‚heroischer Tod‘ kann nur dann vorliegen, wenn das Risiko in einem angemessenen Verhältnis zum möglichen Gewinn steht, und Mut nicht in Waghalsigkeit umschlägt. Galt eine Figur dagegen schon zu Lebzeiten als Held und erlitt einen dezidiert unheroischen Tod, so führte dies nicht zwangsläufig zu ihrer ⟶Deheroisierung – dies zeigt das Beispiel Friedrich Barbarossas, der auf dem Dritten Kreuzzug bei einem Badeunfall ums Leben kam, ohne dass dies Einfluss auf seine Heroisierung gehabt hätte.22 Schließlich haben auch kulturspezifische Faktoren bedeutenden Einfluss. So wurde beispielsweise in der visuellen Kultur der griechischen Antike der Tod der Heroen auf dem Schlachtfeld als homerischer ⟶Zweikampf imaginiert und repräsentiert, obwohl in der zeitgenössischen Praxis der Massenkampf dominierte.23 Dagegen streben die postheroischen Gesellschaften der Gegenwart danach, riskante Kampfeinsätze ihrer Soldaten zu vermeiden und durch hochtechnisierte (Fern-)Kriege zu ersetzen. Die Heroisierung des Todes ist in diesem Kontext nur noch sehr begrenzt möglich und erfordert besondere ‚nekropolitische‘ Strategien.24

2.2. Behauptung von Intentionalität

Der ‚heroische Tod‘ stellt die Verehrergemeinschaft vor die Herausforderung, den passiv erlittenen Tod des Heroisierten als aktiv vollbrachte Leistung (ergon / ⟶Tat) zu behaupten. Daher muss der Held als intentional handelnder Akteur dargestellt werden, der den Tod als mögliche Konsequenz seines Handelns bewusst in Kauf nimmt. Die nachträgliche Zuschreibung von Intentionalität geschieht unabhängig von den tatsächlichen Motiven des Heroisierten. Für die Heroisierung ist es jedoch günstig, wenn sich im Leben der Person bereits eine heroische Opferbereitschaft antizipieren ließ.

2.3. Internalisierung von Agonalität und Agency

Die Verehrung des ‚heldenhaften Todes‘ richtet sich nicht vorrangig auf die vollbrachte Tat des Helden, sondern auf seine innere Haltung. Für die Heroisierung ist nicht entscheidend, ob die heroisierte Person erfolgreich handelte, sich etwa im Kampf gegen einen Antagonisten durchsetzen konnte. Bezugspunkt ist vielmehr die selbstlose Bereitschaft der Person, unter Inkaufnahme oder in der Gewissheit des eigenen Todes für bestimmte Ziele oder Werte einzutreten.

Die Rhetorik des ‚heldenhaften Todes‘ beruht folglich auf der Suggestion, die heroisierte Figur habe mit sich selbst ringen und ihre egoistischen Interessen am eigenen Leben überwinden müssen. Die Entscheidung zum Einsatz des eigenen Lebens wird nachträglich als mentale und agonale Auseinandersetzung präsentiert, die dem äußeren Handeln vorgelagert ist. In ähnlicher Weise erscheint auch agency internalisiert, denn die Handlungsmacht des Helden manifestiert sich in seiner aktiven Entscheidung, sein Leben zu riskieren. Dies gilt umso stärker, wenn Held den eigenen Tod intendiert – wie im Falle des heroischen Suizids, des gezielten Selbstopfers oder des Martyriums (z. B. miles christianus). Für die Heroisierung kann es allerdings schon ausreichen, wenn der Held den Tod als bloße Möglichkeit in Kauf nimmt.

2.4. Gesteigerte Transgressivität

Der ‚heroische Tod‘ stellt eine besonders drastische Normüberschreitung dar. Zum einen kann die Entscheidung für das Selbstopfer als maximaler Ausdruck menschlicher Handlungsfreiheit gelten. Diese Grenzüberschreitung ist umso eklatanter, je mehr sie auf einer inhärenten Paradoxie beruht: Indem der Held ultimativ über sein Leben verfügt, führt er einen Zustand herbei, in dem ihm das eigene Leben absolut unverfügbar wird.

Zum anderen impliziert der ‚heroische Tod‘ eine Negation fundamentaler sozialer Werte. Der Held gibt – nicht nur zeitweilig, sondern permanent – seine Menschen- und Bürgerrechte auf, darunter zuvorderst das Recht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit, sowie den Genuss aller sozialen und materiellen Privilegien. Gleichwohl stärkt der ‚heroische Tod‘ in vielen Fällen die soziale Kohäsion, weil die Hinterbliebenen ihn als notwendiges Opfer und als bewussten Beitrag zur Aufrechterhaltung ihrer Gemeinschaft und ihres Wertesystems interpretieren. Gestützt wird diese Funktionalisierung des Todes durch Erinnerungspraktiken – von der Errichtung von ⟶Gefallenendenkmälern bis zu Zeremonien am Grab des ⟶Unbekannten Soldaten –, die das Opfer der Helden in den Mittelpunkt rücken.

2.5. Projektion der heroischen Leistung in die Zukunft

Wenn der Tod des Helden nicht unmittelbar mit einer real erbrachten Leistung einherging, kann ihm stattdessen eine prospektive Leistung zugeschrieben werden, die erst nach seinem Tod ihre Wirkung entfaltet (z. B. in Form der Behauptung, der Held habe mit seinem Opfer die Gemeinschaft gestärkt und zur Aufrechterhaltung von Werten beigetragen.) Zugleich wird der Heldentod zum Appell und zur Verpflichtung für die Hinterbliebenen, ebenfalls mit großer Opferbereitschaft für die Gemeinschaft einzutreten.

2.6. Kollektivierung des individuellen Ruhmes

Die Zuerkennung von Ruhm wird typischerweise mit den individuellen und außergewöhnlichen Taten eines Helden begründet. Dieses individualistische Prinzip kann im Falle des Heldentods auf eine ganze Gemeinschaft projiziert und so ⟶kollektiviert werden: Unabhängig von seiner individuellen Leistung im Kampf partizipiert ein Gefallener am kollektiven Ruhm, den sich seine Truppe erworben hat, und erhält einen Platz in der kollektiven Erinnerung seiner Gemeinschaft.

3. Beschreibungsmodelle und Heuristiken
3.1. Symbolischer Tausch

Egon Flaig beschreibt den ‚heroischen Tod‘ als einen symbolischen Tausch zwischen Held und Gesellschaft. Für sein Selbstopfer erhalte der Held eine „Gegengabe […] ritueller und ideeller Natur“, nämlich einen ehrenvollen Platz in der kollektiven Erinnerung: „Die Todesbereiten rechnen auf jeden Fall mit einer Gegengabe, nämlich mit einem ehrenden Gedenken ihres Namens und der Übertragung dieser Ehre auf ihre Nachkommen.“ Notwendig werde der symbolische Tausch, weil das Selbstopfer eigentlich ökonomisch inkommensurabel sei: „Wollte man die Todesbereitschaft realiter bezahlen, dann stiegen die Kosten in astronomische Höhen. Denn die Todesbereiten bieten ein spezifisches Gut an, welches auf dem Markt sonst nicht zu haben ist.“25 Da der Heldentod einen bedeutenden Teil der Erinnerungskultur bilde, wirke er in die Zukunft fort und werde für spätere Generationen zur Verpflichtung, sich ebenfalls für die eigene Gemeinschaft – ggf. mit dem eigenen Leben – einzusetzen. Der symbolische Tausch des Heldentodes diene daher der „intergenerationellen Reproduktion eines Kollektivs“.26

Kritisch lässt sich gegen diese Interpretation einwenden, dass der Held den erworbenen Ruhm nie empfangen kann, da er nach seinem Tod als Tauschsubjekt gar nicht mehr existiert. Flaig selbst bemerkt: „Insofern handelt es sich um einen symbolischen Tausch, welcher ein Nicht-Tausch ist.“27 Noch grundlegender ist einzuschränken, dass die Opferbereitschaft einer Figur keine notwendige Bedingung ist, um ihren Tod ex post als Opfer interpretieren und heroisieren zu können. Vielmehr kann ein unfreiwilliger Tod später umgedeutet und für politische oder gesellschaftliche Zwecke instrumentalisiert werden.

3.2. Anthropologische Sinnstiftung

Die Heroisierung des Todes kann als eine Reaktion auf das fundamentale anthropologische Bedürfnis verstanden werden, den Tod mit Bedeutung zu versehen – als ‚Sinngebung des Sinnlosen‘. Die konkrete Ausfüllung dieser Sinnzuweisung ist dabei offen: Die Nachlebenden können den Tod als Opfer interpretieren und den Gestorbenen im Gegenzug einen Anteil am kollektiven Ruhm gewähren. (So etwa im Epitaphios des Perikles.28) Durch das Opfer werden Tod und Leben relationiert. Die Suggestion eines symbolischen Tausches von Opfer und Ruhm ist daher als ein Angebot der Sinnzuweisung durch die Nachlebenden zu verstehen, nicht als unabhängig davon zutreffendes Beschreibungsmodell.

3.3. Funktionalistische Deutung

Für die Gemeinschaft der Hinterbliebenen erfüllt die Heroisierung des Sterbens und des Todes wichtige soziale Funktionen. Indem der Tod einer Figur als Opfer für die eigene Gemeinschaft und ihre Werte gedeutet wird, dient die Heroisierung der Affirmation und Reproduktion gesellschaftlicher Normen sowie der Abgrenzung nach außen. Das Opfer verpflichtet die Hinterbliebenen auf die gemeinsamen Werte. Zugleich wird der heroische Tod für die Hinterbliebenen zum Exempel und Appell, ebenfalls mit großer Opferbereitschaft für die Gemeinschaft einzutreten.

Weil der heroische Tod auf die Sterblichkeit des Helden und damit auf seine Menschlichkeit verweist, bietet er ein großes Identifikationspotential für die Verehrer. So stärkt der heroische Tod die soziale Kohäsion zuweilen in größerem Maße als die Verehrung exzeptioneller Sieger-Helden.

Aufgrund dieser stabilisierenden Funktionen ist der heldische Tod nicht selten ein Ziel politischer Instrumentalisierung und Inszenierung. So können politische Akteure und Institutionen sich selbst zum ‚höheren Gut‘ erklären, für das der Held sich opferte. Die Wirksamkeit der Inszenierung wird noch gesteigert, wenn sich geeignete Präfigurate für den heldischen Tod identifizieren lassen. Die Präfigurate können historisch naheliegen – wenn z. B. der Schlachtentod der Söhne als notwendige Wiederholung des Schlachtentodes ihrer Väter gedeutet wird – oder weite historische Bezüge herstellen. Zugleich wird der jüngste heroische Tod damit selbst als Präfigurat für nachfolgende Generationen behauptet, deren Opfer bereits antizipiert wird.

4. Darstellung und Medialität

Die Repräsentation des Heldentodes im Text und vor allem im Bild folgt in der Regel einer von mehreren Varianten:

1. Der noch unversehrte Held. Fokussiert wird der Moment der Entscheidung für das Selbstopfer, in dem die agency, die innere Agonalität und/oder die heroische Haltung des Helden ihren höchsten Ausdruck erreichen.

2. Der sterbende, noch nicht tote Held. Diese Variante dominiert vor allem die Repräsentation des ‚heroischen Todes‘, denn auch hier können die agency und die opferbereite Haltung des noch lebenden Helden gut dargestellt werden. Ebenso lassen sich weitere auszeichnende Qualitäten gegenüber seinen Gegnern herausstellen (etwa Mut, Schönheit, Erster-Sein, Unterlegenheit), die auf seine hohe agency hindeuten.

3. Der Held im unmittelbaren Moment des Sterbens. Verwiesen wird vor allem auf das anthropologische Problem der Sterblichkeit, das der Held mit seinen Verehrern teilt.

4. Der tote Held. Diese Variante dient vor allem der Darstellung des ‚Todes eines Helden‘, seltener des ‚heldischen Todes‘. Die Abbildung des toten Helden markiert häufig einen epochalen Moment in der Erinnerungskultur. Hier kann der ‚Tauschcharakter‘ des Heldentodes durch einen bestimmten, ehrenden Umgang mit dem Leichnam in Szene gesetzt und adhortativ/mobilisierend genutzt werden.

5. Der verklärte Held. Der tote Held wird als Ratgeber oder ‚wahrer Sieger‘ im Jenseits imaginiert. Diese Transfiguration kann auch mit dem Tod angedeutet werden.

6. Der Held zu Lebzeiten. Die Darstellung des Helden zu Lebzeiten hilft den Verehrern, den Helden als Mitglied seiner Gemeinschaft zu vergegenwärtigen und zu erinnern. Dieses Motiv spielt für viele Formen der Heroisierung eine Rolle und ist nicht exklusiv auf den Heldentod zu beziehen.

Bei der bildlichen Darstellung des heroischen Todes finden häufig Techniken und Strategien Anwendung, welche den heroischen Status des Gestorbenen hervorheben:

Idealisierung und Vitalität: Der ⟶Körper des Sterbenden erscheint schön, jugendlich und/oder athletisch – es ist deutlich sichtbar, dass es sich nicht um einen Alterstod, sondern um ein vorzeitiges Sterben handelt. Wunden werden dezent dargestellt, nur ein Minimum an Blut deutet Verletzungen an. Wird statt des Sterbenden ein Leichnam gezeigt, erscheint auch dieser weitgehend unversehrt und lässt keine Anzeichen von Verwesung erkennen.

Haltung und Dynamik: Die Körperhaltung oder Bewegung des Sterbenden spiegelt seine Intention und Todesbereitschaft wider. Der Held steht oder sitzt noch im Sterben aufrecht; bei Kampfesdarstellungen ist er noch als dynamischer Akteur mit eigener agency erkennbar.

Verwundbarkeit: Im Vergleich zu seinen Antagonisten erscheint der Held verwundbar, ggf. geschwächt oder in zahlenmäßiger Unterlegenheit. Die Selbstpreisgabe wird veranschaulicht durch ein Minimum an Rüstung und Schutz, häufig auch durch Nacktheit. Die offensichtliche Unterlegenheit plausibilisiert und legitimiert die Niederlage des Helden im Kampf und markiert zugleich seinen Mut, sich dennoch dem Gegner zu stellen.

5. Einzelnachweise
  • 1 .
    Maßgeblich an der Erstellung des Artikels beteiligt waren die Mitglieder der Verbundarbeitsgruppe 6 „Synthesen“ im Sonderforschungsbereich 948. Redaktionell bearbeitet wurde der Artikel von Georg Feitscher.
  • 2 .
    Vgl. Brink, Cornelia / Falkenhayner, Nicole / von den Hoff, Ralf: „Einleitung“. In: Brink, Cornelia / Falkenhayner, Nicole / von den Hoff, Ralf (Hg.): Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes. Würzburg 2018: Ergon, 9-12, 9.
  • 3 .
    Vgl. Brink et al.: „Einleitung“, 9-12, 9.
  • 4 .
    Vgl. zur Heroisierung von Gefallenen in den Weltkriegen Mosse, George L.: Fallen soldiers. Reshaping the memory of the World Wars. New York 1990: Oxford University Press, 34-50 u. 70-106; sowie spezifisch zum Ersten Weltkrieg Tison, Stéphane: „Commemoration, Cult of the Fallen“. In: 1914-1918-online. International Encyclopedia of the First World War. Berlin 11.2.2019. DOI: 10.15463/ie1418.11340; Detering, Nicolas / Franzen, Johannes: „Heldentod und Heldentrauer. Verhaltensregeln im Ersten Weltkrieg zwischen Authentizitätsanspruch und Rollendichtung“. In: Brink, Cornelia / Falkenhayner, Nicole / von den Hoff, Ralf (Hg.): Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes. Würzburg 2018: Ergon, 179-188; zum Zweiten Weltkrieg Brink, Cornelia: „Sein letztes Bild. Von der Unsichtbarkeit des Sterbens im NS-Heldenkult um Soldaten“. In: Brink, Cornelia / Falkenhayner, Nicole / von den Hoff, Ralf (Hg.): Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes. Würzburg 2018: Ergon, 209-230; Neutatz, Dietmar: „Der erfundene Heldentod. Die Legende von den 28 Panfilov-Männern“. In: Brink, Cornelia / Falkenhayner, Nicole / von den Hoff, Ralf (Hg.): Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes. Würzburg 2018: Ergon, 189-208; sowie Heinrich, Klaus: arbeiten mit herakles. Zur Figur und zum Problem des Heros. Antike und moderne Formen seiner Interpretation und Instrumentalisierung. Frankfurt a. M. 2006: Stroemfeld, 20-21.
  • 5 .
    Vgl. Münkler, Herfried: „Heroische und postheroische Gesellschaften“. In: Kein Wille zur Macht. Dekadenz. (= Merkur 61.8/9 [2007]), 742-752, bes. 749-752; sowie Münkler, Herfried: „Neue Kampfsysteme und die Ethik des Krieges“. (Vortrag bei der Heinrich-Böll-Stiftung.) 21. Juni 2013. Online unter: https://www.boell.de/de/node/277436 (Zugriff am 06.09.2019); sowie Bröckling, Ulrich: „‚Bloß keine Leichensäcke!‘ Eine Hantologie postheroischer Kriegsführung“. In: Brink, Cornelia / Falkenhayner, Nicole / von den Hoff, Ralf (Hg.): Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes. Würzburg 2018: Ergon, 247-258.
  • 6 .
    Einen Überblick der vielfältigen Gedenkformen allein des 20. Jahrhunderts vermittelt Schulz, Bernhard: „Helden des Todes, Helden des Lebens. Zur Ikonographie des Gedenkens im 20. Jahrhundert“. In: Heldengedenken. Über das heroische Phantasma. (= Merkur 63.9/10 [2009]), 934-941.
  • 7 .
    Vgl. z. B. zur Bedeutung des Toten- und Grabkultes in der antiken Heroenverehrung Tilg, Stefan: „Zur Rolle des Todes in der Heroisierung antiker Dichter“. In: Brink, Cornelia / Falkenhayner, Nicole / von den Hoff, Ralf (Hg.): Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes. Würzburg 2018: Ergon, 67-79; von den Hoff, Ralf: „Heldenleichen im Bild. Die Bergung von Gefallenen und der Heroismus der Athener“. In: Brink, Cornelia / Falkenhayner, Nicole / von den Hoff, Ralf (Hg.): Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes. Würzburg 2018: Ergon, 159-178.
  • 8 .
    Vgl. z. B. Pink, Johanna / Gölz, Olmo: „Die Drohung der ungewissen Zukunft. Der Tod Nassers und Khomeinis als Epochenbruch“. In: Brink, Cornelia / Falkenhayner, Nicole / von den Hoff, Ralf (Hg.): Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes. Würzburg 2018: Ergon, 231-245.
  • 9 .
    Zu den Beispielen des ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nassers und des iranischen Revolutionsführers Ruholla Khomeinis vgl. Pink / Gölz: „Die Drohung der ungewissen Zukunft“, 2018, 231-245. Zum Beispiel Paul von Hindenburgs, dessen Tod von den Nationalsozialisten propagandistisch als Machtübertragung an Hitler inszeniert wurde, vgl. das Kapitel „Das Ende des Mythos? Hindenburgs Tod und Testament“ in von Hoegen, Jesko: Der Held von Tannenberg. Genese und Funktion des Hindenburg-Mythos. Köln / Weimar / Wien 2007: Böhlau, 406-425; von der Goltz, Anna: Hindenburg: Power, Myth, and the Rise of the Nazi. Oxford 2009: Oxford University Press, 182-192; sowie vergleichend zum Tode Philippe Pétains die in Arbeit befindliche Dissertation von Schubert, Stefan: „Von der militärischen zur politischen Heroisierung: Paul von Hindenburg und Philippe Pétain im Vergleich“.
  • 10 .
    Ein Beispiel dafür ist die Ermordung von Martin Luther King, Jr., auf den ein Schweigemarsch und Begräbnisfeierlichkeiten folgten, an denen Zehntausende teilnahmen. Vgl. „Dr. King’s Assasination“. In: Civil Rights Digital Library, o. D. Online unter: http://crdl.usg.edu/events/mlk_assassination/ (Zugriff am 03.09.2019); sowie Burns, Rebecca: Burial for a King. Martin Luther King Jr.’s Funeral and the Week that Transformed Atlanta and Rocked the Nation. New York City 2013: Scribner.
  • 11 .
    Vgl. z. B. Falkenhayner, Nicole: „Kurt Cobains Tod: Zur Konstruktion eines paradoxen Generationenhelden“. In: Brink, Cornelia / Falkenhayner, Nicole / von den Hoff, Ralf (Hg.): Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes. Würzburg 2018: Ergon, 143-155; Watson, C.W.: „‚Born a Lady, Became a Princess, Died a Saint‘. The Reaction to the Death of Diana, Princess of Wales“. In: Anthropology Today 13.6 (Dez. 1997), 3-7. DOI: 10.2307/2783375
  • 12 .
    Vgl. Pannewick, Friedericke: „Sinnvoller oder sinnloser Tod? Zur Heroisierung des Opfers in nahöstlichen Kulturen“. In: Conermann, Stephan / von Heer, Synrinx (Hg.): Islamwissenschaft als Kulturwissenschaft. Historische Anthropologie. Band 1. Berlin 2007: EB-Verlag, 291-314.
  • 13 .
    Vgl. Brink et al.: „Einleitung“, 9-12, 11.
  • 14 .
    Pannewick: „Sinnvoller oder sinnloser Tod?“, 2007, 291-314, 310.
  • 15 .
    Vgl. Asch, Ronald G.: Herbst des Helden. Würzburg 2015: Ergon, 19.
  • 16 .
    Vgl. Asch: Herbst des Helden, 2016, 19. Dort macht Asch auch darauf aufmerksam, dass Helden in egalitären Gesellschaften trotz niedrigerer sozialer Hürden „noch stärker eine Ausnahmeerscheinung mit transgressiven Zügen als in einer aristokratischen“ darstellen.
  • 17 .
    Vgl. Asch: Herbst des Helden, 2016, 107-134; sowie Minelli, Kelly: „Soldat (Frühe Neuzeit)“. In: Compendium heroicum. Hg. von Ronald G. Asch, Achim Aurnhammer, Georg Feitscher und Anna Schreurs-Morét, publiziert vom Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ der Universität Freiburg, Freiburg 14.02.2018. DOI: 10.6094/heroicum/soldat-fnz
  • 18 .
    Totenrede des Perikles. In: Thukydides: Geschichte des Peloponnesischen Krieges. 1. Teil (Buch I–IV). Übersetzt und mit einer Einführung und Erläuterung versehen von Georg Peter Landmann. München 1993: Tusculum, 233-249.
  • 19 .
    Vgl. z. B. Niewiadomski, Józef / Riebenrock, Roman A. (Hg.): Opfer – Helden – Märtyrer. Das Martyrium als religionspolitische Herausforderung. Innsbruck / Wien 2011: Tyrolia.
  • 20 .
    Vgl. Aurnhammer, Achim: „Georg Büchner: ‚Helden-Tod der vierhundert Pforzheimer‘ (1829)“. In: Aurnhammer, Achim / Bröckling, Ulrich (Hg.): Vom Weihegefäß zur Drohne. Kulturen des Heroischen und ihre Objekte. Würzburg 2016: Ergon, 159-172.
  • 21 .
    Dendorfer, Jürgen: „Der Tod des Ritters im hohen Mittelalter“. In: Brink, Cornelia / Falkenhayner, Nicole / von den Hoff, Ralf (Hg.): Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes. Würzburg 2018: Ergon, 105-126, 105.
  • 22 .
    Vgl. Dendorfer: „Der Tod des Ritters im hohen Mittelalter“, 2018, 105-126, 106.
  • 23 .
    Vgl. von den Hoff: „Heldenleichen im Bild“, 2018, 159-178, 160.
  • 24 .
    Vgl. Bröckling, Ulrich: „Drohnen und Helden“. In: Aurnhammer, Achim / Bröckling, Ulrich (Hg.): Vom Weihegefäß zur Drohne. Kulturen des Heroischen und ihre Objekte. Würzburg 2016: Ergon, 290-301; sowie Bröckling: „‚Bloß keine Leichensäcke!‘“, 2018, 247-258.
  • 25 .
    Flaig, Egon: „Symbolischer Tausch und heldischer Tod“. In: Bohrer, Karl Heinz / Scheel, Kurt (Hg.): Heldengedenken. Über das heroische Phantasma. (= Merkur 63.9/10 [2009]) Stuttgart 2009, 843-848, 845.
  • 26 .
    Flaig, Egon: „Symbolischer Tausch und heldischer Tod“, 2009, 845.
  • 27 .
    Flaig, Egon: „Symbolischer Tausch und heldischer Tod“, 2009, 845.
  • 28 .
    Vgl. Thukydides/Landmann: Geschichte des Peloponnesischen Krieges, 1993, 233-249.
6. Ausgewählte Literatur
  • Bohrer, Karl Heinz / Scheel, Kurt (Hg.): Heldengedenken. Über das heroische Phantasma. Stuttgart 2009. (= Sonderheft Merkur 63.9/10 [2009])

  • Brink, Cornelia / Falkenhayner, Nicole / von den Hoff, Ralf (Hg.): Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes. Würzburg 2018: Ergon.

  • Brunotte, Ulrike: Helden des Todes. Studien zur Religion, Ästhetik und Politik moderner Männlichkeit. Würzburg 2015: Ergon.

  • Flaig, Egon: „Symbolischer Tausch und heldischer Tod“. In: Bohrer, Karl Heinz / Scheel, Kurt (Hg.): Heldengedenken. Über das heroische Phantasma. (= Merkur 63.9/10 [2009]) Stuttgart 2009, 843-848.

  • Koch, Jörg: Von Helden und Opfern. Kulturgeschichte des deutsche Kriegsgedenkens. Darmstadt 2013: WBG.

  • Mosse, George L.: Fallen soldiers. Reshaping the memory of the World Wars. New York 1990: Oxford University Press

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Zitierweise

Sonderforschungsbereich 948: „Tod und Sterben“. In: Compendium heroicum. Hg. von Ronald G. Asch, Achim Aurnhammer, Georg Feitscher und Anna Schreurs-Morét, publiziert vom Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ der Universität Freiburg, Freiburg 07.10.2019. DOI: 10.6094/heroicum/tsd1.0.20191007