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Bewunderung und Verehrung

1. Einleitung

Mit den Begriffen der Bewunderung und Verehrung beschreiben wir emotionale und affektive Dynamiken zwischen Gemeinschaften (den Bewunderern bzw. Verehrern) und ⟶heroischen Figuren (dem bzw. den Bewunderten / Verehrten).1Dieser Beitrag basiert auf den kollektiven Diskussionen im Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“. Wir verzichten daher auf die Nennung einzelner Urheber:innen. Die Textredaktion lag bei Georg Feitscher und Georg Eckert. Im Verehren und Bewundern positioniert sich eine Gemeinschaft gegenüber einer Figur2Bewunderung und Verehrung kann sich natürlich ebenso auf ⟶heroische Kollektive richten. Zur Vereinfachung spricht das vorliegende Papier aber von der bewunderten/verehrten heroischen Figur im Singular., drückt ihre Hochachtung für den Helden bzw. für seine ⟶Taten aus und verteidigt ihn gegen Kritik oder ⟶Deheroisierung durch Außenstehende. Darüber hinaus haben Verehrung und Bewunderung aber auch eine gemeinschaftskonstituierende Funktion, weil die Verehrer oder Bewunderer sich im Medium der heroisierten Figur als Gruppe bestimmen, von anderen Gemeinschaften abgrenzen und mit ihnen um die Aneignung und Bewertung der Heldenfigur konkurrieren.

Zwar werden die Begriffe Bewunderung und Verehrung alltagssprachlich oft nahezu synonym gebraucht, doch begreifen wir sie hier als distinkte Phänomene, deren Verhältnis und Zusammenspiel im Folgenden näher zu bestimmen ist. Als Bewunderung bezeichnen wir grundsätzlich den Bezug auf konkrete nachahmungswürdige Taten, Eigenschaften oder Haltungen eines Helden, dessen Nachahmungswürdigkeit oder Exemplarität in den Vordergrund gerückt wird. Dagegen richtet sich Verehrung auf die als außerordentlich und ‚unnachahmlich‘ geltende Heldenfigur in ihrer Gesamtheit sowie auf das mit ihr verbundene Sinnsystem (wenngleich auch hier der Figur in der Regel konkrete Heldentaten zugeschrieben werden, die als Ausweis ihres heroischen Wesens gelten).


Der folgende Artikel bietet Ansätze zu einer Heuristik, mit der sich Bewunderung und Verehrung in ihrer Bedeutung für ⟶Heroisierungsprozesse erfassen lassen. Dazu beschreiben wir Heldenverehrung zunächst als einen dynamischen Prozess der wechselseitigen Affizierung einer heroischen Figur und ihrer Anhänger. Anschließend soll das für Heroisierungsprozesse konstitutive Zusammenwirken von individueller Bewunderung und kollektiv praktizierter Verehrung umrissen werden. Die jeweilige Funktion von Bewunderung und Verehrung ist dabei jedoch nicht statisch, vielmehr sollen sie hier als Elemente eines variablen und dynamischen Arrangements verstanden werden, das in verschiedenen historischen und kulturellen Kontexten auf unterschiedliche Weise konfiguriert und funktionalisiert werden kann.

2. Definition und Differenzierung

Die psychologische und soziologische Emotionsforschung beschreibt Bewunderung und Verehrung als positive bis enthusiastische Emotionen des Respekts, der Wertschätzung und der Hochachtung für eine andere Person.3Vgl. die Zusammenfassung der zahlreichen Definitionsversuche von Bewunderung und Verehrung aus der Emotionsforschung bei Schindler, Ines / Zink, Veronika / Windrich, Johannes / Menninghaus, Winfried: „Admiration and Adoration. Their Different Ways of Showing and Shaping Who We Are“. In: Cognition and Emotion 27.1 (2013), 85-118, 86-92. Diese mündet in die Feststellung: „[T]he characterisation of admiration [=Bewunderung, GF] and adoration [=Verehrung, GF] as predominantly positive, other-praising emotions is unequivocal“ (ebd., 92). Siehe auch Zink, Veronika: „Bewunderung und Verehrung“. In: Kappelhoff, Hermann et al. (Hg.): Emotionen. Ein interdisziplinäres Handbuch. Berlin 2019: J.B. Metzler, 210-214, 210, die Bewunderung und Verehrung als „affirmative und emotional enthusiastische“, von „Respekt und Hochachtung“ geprägte Bezugnahmen auf herausragende Persönlichkeit beschreibt, „deren Stellung am obersten Rand des sozialen Gefüges jubelatorisch“ anerkannt wird. Diesen Ansätzen zufolge werden Verehrung und Bewunderung – wie alle Emotionen – von Individuen erlebt, sind aber zugleich soziokulturell geformt und wirken in das Soziale zurück: Sie sind „strukturierte und strukturierende Größen des Sozialen“.4Zink: „Bewunderung und Verehrung“, 2019, 210. Weil sie auf dasjenige referieren, was einer Gemeinschaft als besonders gut oder erstrebenswert gilt, werden durch Verehrung und Bewunderung individuelle wie auch kollektive Identitäten beeinflusst, kulturelle Ideale und Wertvorstellungen bekräftigt und soziale Hierarchisierungen legitimiert.5Vgl. Zink 2019: „Bewunderung und Verehrung“, 210; Schindler et al.: „Admiration and Adoration“, 2013, 86.

Zur idealtypischen Unterscheidung der beiden verwandten Phänomene schlagen Schindler et al. (2013) vor, Bewunderung als eine Emotion zu fassen, die sich auf herausragende Taten, Leistungen oder Haltungen einer anderen Figur richtet, die als besonders erstrebens- und nachahmenswert wahrgenommen werden: „[A]dmiration occurs for role models who represent a specific ideal.“6Schindler et al.: „Admiration and Adoration“, 2013, 103. Der selektive Bezug auf konkrete Einzelleistungen überwiegt dabei den Bezug auf die Figur als Ganze. Damit ist es z. B. möglich, bestimmte Handlungen oder Haltungen einer Figur zu bewundern, andere jedoch abzulehnen und der Figur sogar insgesamt kritisch gegenüberzustehen. Bewunderung zielt auf aemulatio, also eine nachahmende Angleichung an die Bezugsfigur und ihre Leistungen: Nachahmungswürdiges Handeln wird identifiziert, als vorbildlich anerkannt und ggf. an andere kommuniziert, um so sich selbst und andere zu ähnlichen Leistungen zu motivieren.7Vgl. Schindler et al.: „Admiration and Adoration“, 2013, 102-105. Bewunderung kann daher sowohl privat empfunden als auch öffentlich artikuliert werden.

Dagegen richtet sich Verehrung ganzheitlich auf eine als außerordentlich wahrgenommene Figur und das mit ihr verbundene Sinnsystem: „[A]doration occurs for meaning makers and benefactors who represent an entire framework of meaning.“8Schindler et al.: „Admiration and Adoration“, 2013, 103. Die Zuschreibung konkreter Taten oder Leistungen an die Figur spielt hier insofern eine Rolle, als diese essentialisiert, d.h. aus dem Wesen der handelnden Figur abgeleitet, und als Ausdruck und Beleg ihres außerordentlichen Charakters gedeutet werden.9Man denke etwa an Luthers vermeintlichen, erst Jahrzehnte später erstmals beschriebenen Thesenanschlag mit wuchtigen Hammerschlägen auf die Tür der Wittenberger Schlosskirche, ohne die sich die Heroisierung der Figur Luther längst kaum mehr denken lässt. Weil die verehrte Figur als exzeptionell und ‚unnachahmlich‘ angesehen wird, kann ihre Verehrung folglich auch nicht auf die Nachahmung bestimmter Leistungen zielen. Vielmehr liegt der Verehrung eine „subordinative Tendenz“ zugrunde, denn die Verehrenden akzeptieren und affirmieren, dass sie nie den außerordentlichen Rang des Verehrten erreichen können.10Zink 2019: „Bewunderung und Verehrung“, 213; vgl. auch Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie. 5., rev. Aufl., Studienausg. Hg. v. Johannes Winckelmann. Tübingen 1980: Mohr, 122. Im Verehren wird allerdings eine enge Bindung an die verehrte Figur geschaffen11Schindler et al.: „Admiration and Adoration“, 2013, 102., sie wird zur symbolischen Verdichtung kollektiver Wertvorstellungen und Ideale erhoben und – auch in verpflichtender Weise – zum Identifikationspunkt für alle Mitglieder der Gemeinschaft erhoben. Daher kann Verehrung auch kein rein privater Akt sein, sondern involviert immer die Gemeinschaft, die die Verehrung in kollektiven Praktiken und Ritualen affirmiert und fortschreibt.12Schindler et al.: „Admiration and Adoration“, 2013, 109 referieren diesbezüglich auf die Theorie des „costly signaling“: Gemeinschaften fordern vom Einzelnen, an sehr resourcenintensiven Ritualen teilzunehmen, die erheblichen zeitlichen und materiellen Einsatz erfordern, um zu prüfen, ob der Einzelne sich tatsächlich der Gemeinschaft verpflichtet fühlt und echtes Engagement zeigt. Sie wollen damit ausschließen, dass Einzelne als „free rider“ von der Gemeinschaft profitieren, aber nichts zurückgeben.

3. Verehrung als Affizierung

Nach unserer Auffassung ist es sinnvoll, Heldenverehrung nicht im Anschluss an Schindler et al. primär als Emotion zu verstehen, die sich als psychischer Zustand einzelner Verehrer:innen analysieren ließe. Vielmehr betrachten wir Heldenverehrung als prototypischen Fall einer Affizierung, die sich als dynamischer, transpersonaler Prozess zwischen einer heroischen Figur und sozialen Formationen entfaltet.13Vgl. das Verständnis von Affekten als „dynamic transindividual processes“ bei Slaby, Jan / Mühlhoff, Rainer; Wüschner, Philipp: „Affective Arrangements“. In: Emotion Review 11.1 (2019), 3-12, 4. DOI: 10.1177/1754073917722214. An diesem wechselseitigen Affizierungsprozess partizipieren drei Akteure bzw. Akteursgruppen: Die verehrte Figur, die Mitglieder der Verehrergemeinschaft und schließlich das außenstehende „Publikum“, das die Verehrungsbeziehung beobachtet und ggf. zu stören versucht. Die konkreten situativen Ausgestaltungen dieses Prozesses wie beispielsweise bestimmte Orte, Settings und Rituale des Heldenverehrens lassen sich im Anschluss an Slaby et al. (2019) als „affective arrangements“ auffassen.14Slaby et al.: „Affective Arrangements“, 2019, 4: „[A]ffective arrangements are heterogeneous ensembles of diverse materials forming a local layout that operates as a dynamic formation, comprising persons, things, artifacts, spaces, discourses, behaviors, and expressions in a characteristic mode of composition and dynamic relatedness. […] The proposed concept is an analytical tool […] to help researchers get a grip on complex inter- or intra-actional settings in which affect looms large.“

Die Perspektivierung von Heldenverehrung als wechselseitigem Affizierungsprozess ist keine neue Idee. Schon Max Weber fokussiert in seinen Überlegungen zur charismatischen Herrschaft die „emotionale Vergemeinschaftung“ von Führerfigur und Gemeinde, die sich in wechselseitigen affektiven Ansprüchen manifestiert. Diese Herrschaftsform versteht sich Weber zufolge als regelfremd, traditionsbrechend und bezieht Ihre Autorität allein aus dem Glauben der Anhänger an die Unergründlichkeit und Außerordentlichkeit eines Führers, der ihnen als charismatisch begnadet gilt.15Weber: Wirtschaft und Gesellschaft, 1980, 656: „Die, je nachdem, mehr aktive oder mehr passive, rein faktische ‚Anerkennung‘ seiner persönlichen Mission durch die Beherrschten, auf welcher die Macht des charismatischen Herrn ruht, hat ihre Quelle in gläubiger Hingabe an das Außerordentliche und Unerhörte, aller Regel und Tradition Fremde und deshalb als göttlich Angesehene, wie sie aus Not und Begeisterung geboren wird. Die genuin charismatische Herrschaft kennt daher keine abstrakten Rechtssätze und Reglements und keine ‚formale‘ Rechtsfindung. Ihr ‚objektives‘ Recht ist konkreter Ausfluß höchst persönlichen Erlebnisses von himmlischer Gnade und göttergleicher Heldenkraft und bedeutet Ablehnung der Bindung an alle äußerliche Ordnung zugunsten der alleinigen Verklärung der echten Propheten- und Heldengesinnung.“ Der charismatische Führer verlange von seinen Anhängern „freie, aus Hingabe an Offenbarung, Heldenverehrung, Vertrauen zum Führer geborene, Anerkennung“. Im Gegenzug müsse der Führer seine charismatische Begabung unter Bewährung stellen, also demonstrieren, dass er tatsächlich „mit übernatürlichen oder übermenschlichen oder mindestens spezifisch außeralltäglichen“ Qualitäten ausgestattet ist, von denen Glück und „Wohlergehen für die Beherrschten“ ausgehen. Bleibe diese Bewährung aus, drohe der Verlust der charismatischen Autorität.16Weber: Wirtschaft und Gesellschaft, 1980, 140.

Ein an Webers Charisma-Theorie anschließendes (und weitere soziologische Klassiker integrierendes) Beschreibungsmodell der Affizierungsdynamiken zwischen Held, Verehrern und Publikum hat Veronika Zink (2014, 2016) vorgelegt.17Zink, Veronika: Von der Verehrung. Eine kultursoziologische Untersuchung. Frankfurt a. M. 2014: Campus; sowie Zink, Veronika: „Das Spiel der Hingabe. Zur Produktion des Idolatrischen“. In: Asch, Ronald G. / Butter, Michael (Hg.): Bewunderer, Verehrer, Zuschauer. Die Helden und ihr Publikum. Würzburg 2016: Ergon, 23-43. Neben der Herrschaftssoziologie Max Webers macht Zink insbesondere die Sakralsoziologie Émile Durkheims, Marcel Mauss‘ Theorie des Gabentauschs und Pierre Bourdieus Theorie des symbolischen Kapitals fruchtbar. Zink selbst verwendet allerdings nicht den Begriff der Affizierung, sondern beschreibt Verehrung als Emotion. Zink wendet sich gegen die verbreitete aber ihrer Ansicht nach falsche Vorstellung, dass Verehrung nicht mehr sei als die blinde Unterwerfung der Gemeinschaft unter einen charismatischen Manipulator. Vielmehr komme den Verehrern eine aktive, kooperative Rolle bei der Konstruktion der Verehrungsbeziehung zu, die sie in Erwartung der Zuwendung durch den Verehrten und der Nähe zu ihm übernähmen. Zwar müsse der Verehrte seine Außerordentlichkeit symbolisch ausstellen und sich selbst als unergründlich inszenieren, doch benötige er die Verehrer als „enthusiastischen Gegenpart, der die der Geltung des Charismas zugrundeliegende außeralltägliche Logik mitproduziert, indem er sie im Sozialen emotional affirmiert und verstetigt“.18Zink: „Das Spiel der Hingabe“, 2016, 29.

Verehrer und Verehrtes bilden damit eine „Verehrungsdyade“, in der beide Seiten gemeinsam die Verehrungsbeziehung hervorbringen und sich von ihr abhängig machen. Die Verehrer tun dies, indem sie die Außerordentlichkeit des Verehrten anerkennen und aktiv das darin begründete asymmetrische Machtverhältnis affirmieren. Konstitutiv für die dyadische Verehrungsbeziehung sind darüber hinaus die von Verehrern und Helden gemeinsam vollzogene „Konstruktion eines Mysteriums und der symbolische Tausch“: Zum einen tragen die Verehrer zur Aufrechterhaltung der Aura des „Geheimnisvollen“ bei, mit der der Verehrte sich umgibt, indem sie die Beziehung zu ihm in eine Sprache und Rhetorik der Unbeschreiblichkeit, Unergründlichkeit und Unansehbarkeit kleiden und die Verehrung so als ineffabel behaupten. Zum anderen suchen sie durch Gaben, Ehrerweisungen und Hingabe die Nähe zum Verehrten und erhalten von diesem im Gegenzug „Fürsorge, Anleitung, Virtuosität und Geborgenheit“. Der symbolische Tausch hat zugleich eine stratifikatorisch differenzierende Bedeutung, da über den Wert der gemachten Gaben soziale Hierarchien innerhalb der Verehrergemeinschaft ausgehandelt und die Nähe zum Verehrten markiert werden.19Zink: „Das Spiel der Hingabe“, 2016, 29-37.

Verehrung wird nicht in einem einmaligen Akt konstituiert, sondern muss durch Mystifizierung und symbolischen Tausch ständig reproduziert und inszeniert werden. Zink macht darauf aufmerksam, dass dieser prekäre Prozess durch verschiedene Dynamiken gestört werden kann. Zu nennen ist an erster Stelle die Gefahr der „Veralltäglichung“, bei der der Verehrte nicht länger als außerordentlich und außeralltäglich wahrgenommen wird. Dazu kann es z. B. im Fall einer „Überproduktion“ von Charisma kommen, wenn die übertriebene Inszenierung des Verehrten sich in ihr Gegenteil verkehrt.20Zink: „Das Spiel der Hingabe“, 2016, 30-31. Aber auch das außenstehende, nicht affizierte Publikum kann auf die Dekonstruktion und Profanierung der Verehrung hinwirken, indem es mit kritisch-aufklärerischem Impetus die Außerordentlichkeit des Verehrten anzweifelt, die Unergründlichkeit der Beziehung als rhetorischen Effekt entlarvt, auf verborgene ökonomische oder politische Interessen des Verehrten oder der Verehrenden hinweist etc. Allerdings haben die Profanierungsbemühungen des Publikums oft genau den gegenteiligen Effekt, weil sie Verehrer und Verehrte dazu motivieren, die Verehrungsdyade noch zu stärken und gegen Angriffe von außen zu verteidigen.21Zink: „Das Spiel der Hingabe“, 2016, 37-40. Um die Verehrung der externen Kritik zu entziehen, wird die behauptete Außerordentlichkeit des Verehrten nicht selten auf die Verehrungsbeziehung selbst übertragen, also die Beziehung zwischen Verehrern und Verehrtem als exklusiv und prädestiniert behauptet und damit in die Sphäre des ⟶Sakralen gehoben.22Zink: „Das Spiel der Hingabe“, 2016, 33.

Aber auch ohne Profanierungsversuche von außen bleibt die Verehrung fragil. Diese Fragilität ist insbesondere im Verhältnis zwischen Verehrern und Verehrtem selbst begründet, denn die Verehrer müssen die Nähe des Verehrten suchen, ohne dabei ihre respektvolle Distanz aufzugeben: „Absolute Nähe wirkt homologisierend und nivelliert die konstitutive Differenz zwischen Verehrer und Verehrtem. Maximale Ferne birgt die Gefahr, dem Anderen nüchtern und affektlos gegenüber zu stehen, da er innerhalb des sozialen Wirkungskreises nicht als bedeutsam wahrgenommen werden würde.“23Zink: „Das Spiel der Hingabe“, 2016, 32. In der Verehrung müssen daher ⟶Attraktionskraft und Unberührbarkeit gleichzeitig produziert werden, Verehrer und Verehrter müssen sich in einem Verhältnis der „unaufgelösten Fernnähe“24Plessner, Helmuth: Grenzen der Gemeinschaft. Eine Kritik des sozialen Radikalismus. Frankfurt a. M. 2002 [1924]: Suhrkamp, 69. begegnen und so das „spielerische Spannungsfeld aus Nähe und Distanz“ aufrechterhalten.25Zink: „Das Spiel der Hingabe“, 2016, 32.

4. Bewunderung und Verehrung in Heroisierungsprozessen

Verehrung kann sich nicht nur auf Heldinnen und Helden richten, sondern sich prinzipiell alle Dinge und Personen zu ihrem Gegenstand nehmen – schon Émile Durkheim bemerkte, „daß die Gesellschaft jetzt genauso wie früher ständig heilige Dinge erschafft“. Entscheidend sei, so Durkheim, dass die Gesellschaft im Verehrten vermeintliche Antworten auf ihre kollektiven Bedürfnisse und Lösungen für ihre Probleme erkennen könne: „Wenn die Gesellschaft sich für einen Menschen begeistert, in dem sie die wesentlichen Sehnsüchte zu entdecken glaubt, die sie selbst bewegen, und die Mittel, um sie zu befriedigen; dann sondert sie ihn aus und vergöttert ihn beinahe.“26Durkheim, Émile: Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Aus dem Französischen von Ludwig Schmidts. Berlin 2007 [Paris 1912]: Insel, 316.

Gleichwohl, so meinen wir, kommt der Heldenverehrung eine besondere Bedeutung zu, die in der Relevanz von heroischen Figuren als Projektionsflächen für kollektive „Sehnsüchte“ begründet ist.27Vgl. von den Hoff, Ralf / Asch, Ronald G. / Aurnhammer, Achim / Bröckling, Ulrich / Korte, Barbara / Leonhard, Jörn / Studt, Birgit: „Helden – Heroisierungen – Heroismen. Transformationen und Konjunkturen von der Antike bis zur Moderne. Konzeptionelle Ausgangspunkte des Sonderforschungsbereichs 948“. In: helden. heroes. héros. E-Journal zu Kulturen des Heroischen 1.1 (2013), 7-14, 9. DOI: 10.6094/helden.heroes.heros./2013/01/03. Auch die oben zitierten soziologischen Studien zu den Phänomenen der Verehrung und Bewunderung diskutieren sämtlich das Verhältnis von Held und Gemeinschaft als nahezu prototypischen Fall von Verehrung. Problematisch erscheint uns jedoch, dass in diesen Arbeiten – insbesondere von Schindler et al. und Zink – Heroisierungsphänomene fast ausschließlich unter der Kategorie der Verehrung diskutiert werden, während der Aspekt der Bewunderung ausgeblendet bleibt.

Nach unserer Auffassung spielen in Heroisierungsprozessen beide affektiven Phänomene – Verehrung und Bewunderung – eine konstitutive Rolle. Neben der Heraushebung einer Figur, die in Ihrer Gesamtheit den „gestalthaften Fokus“ einer Gemeinschaft bildet und integrativer Teil ihres Sinnsystems sein kann28Plessner: Grenzen der Gemeinschaft, 2002 [1924], 48; von den Hoff et al.: „Helden – Heroisierungen – Heroismen“, 2013, 8., muss es also auch Bezüge auf eine oder mehrere spezifische, als heroisch und bewunderungswürdig gewertete Taten, Leistungen oder Haltungen dieser Figur geben. Als liminale Figuren an der Grenze von profanem und sakralem Raum29Vgl. Giesen, Bernhard: Triumph and Trauma. Boulder, Colorado 2004: Paradigm. vereinen heroische Figuren beide Modi der Affizierung in paradoxer Weise: Mit ihrer Exemplarität regen sie ihre Anhänger zur bewundernden Nachahmung an, wirken aufgrund der ihnen zugeschriebenen Exzeptionalität aber zugleich in einer glanzvollen Weise ‚unnachahmlich‘ und der Alltagswelt enthoben, die zur Verehrung einlädt. In dieser doppelten Bedingtheit unterscheiden sich Helden einerseits von ‚bloßen‘ Vorbildfiguren, deren Leistungen von ihren Bewunderern emuliert werden, die aber nicht in gleicher Weise als Projektionsflächen für kollektive Bedürfnisse fungieren und gemeinschaftliche Verehrung erfahren.

Schwieriger gestaltet sich andererseits die Unterscheidung von Helden und Heiligen, da zwar die in kollektiven Ritualen und Praktiken bekräftigte Heiligenverehrung in vielen Fällen den emulativen Bezug auf konkrete Taten zu überwiegen scheint, gleichwohl aber die bewundernde Nachahmung von Heiligen in manchen religiösen Kontexten durchaus eine signifikante Rolle spielt – man denke nur an die Praxis der imitatio Christi30Vgl. z. B. Aurnhammer, Achim / Steiger, Johann Anselm (Hg.): Christus als Held und seine heroische Nachfolge. Zur ‚imitatio Christi‘ in der Frühen Neuzeit. Berlin/Boston 2020: De Gruyter.: Gerade die maximale Verehrung Christi etwa bedeutete aus der Sicht von Mystikern die beste, wenn nicht einzige Möglichkeit, dem fernen Heiland besonders nahezukommen. Thomas von Kempis beschrieb solche Mechanismen:

„Christus wurde nämlich in der Welt von den Menschen verschmäht; in höchster Not wurde er unter Spott von seinen Bekannten und Freunden verlassen. Christus wollte leiden und verschmäht werden – und Du wagst es, Dich über irgend etwas zu beschweren? Christus hatte Widersprecher und Widersacher – und Du willst alle zu Freunden und Wohltätern haben? Wofür sollte Deine Geduld gekrönt werden, wenn nichts Widriges vorfiele? Wenn Du nichts Widriges erleiden willst, wie willst Du Christi Freund sein? Halte mit Christum und für Christo, wenn Du mit Christo regieren willst.“31Thomas a Kempis: De imitatione Christi. Latinograecus. Augsburg 1615, 91-93 (Lib. II Cap. 1.3).

Christo im Leiden gleichzukommen, wurde hier gerade zum Auftrag. Umgekehrt hielten energische Aufklärer wie David Hume später Verehrung geradezu für kontraproduktiv und motivationshemmend: „To know God, says Seneca, is to worship him. All other worship is indeed absurd, superstitious, and even impious. It degrades him to the low condition of ordinary men, who are delighted to be approached with entreaties, requests, presents, and flattery.“32Hume, David: Dialogues Concerning Natural Religion. 2. Auflage. London 1779, 260.

Diese Abgrenzungsschwierigkeiten deuten darauf hin, dass ein starres und ahistorisches Verständnis von Bewunderung und Verehrung ihrer gemeinsamen Funktion in Heroisierungsprozessen nicht gerecht wird. Zwar basieren Heroisierungen sowohl auf Verehrungs- als auch Bewunderungselementen, doch ist deren relative Gewichtung und jeweilige Bedeutungszuweisung historisch und kulturell variabel: Während die eine Gemeinschaft vor allem Nähe und Angleichung an ihren Helden suchen mag, kann die Heroisierung in einem anderen Kontext vor allem von Ritualen der respektvollen Unterwerfung unter den ‚außerordentlichen‘ Helden geprägt sein. Für ein Verständnis von Heroisierungen, das diese Varianz in Rechnung stellt, kann daher erneut das Konzept des Arrangements hilfreich sein. Bewunderung und Verehrung sind dann als Elemente eines dynamischen Arrangements zu begreifen, die in Heroisierungen eine gemeinsame Rolle spielen und miteinander wechselwirken, aber je nach kulturellem Kontext in sehr unterschiedlicher Weise mit Bedeutung versehen und gewichtet sein können. Auch historische Dynamiken und Veränderungen von Heroisierungsprozessen – etwa die zunehmende Entrückung einer heroischen Figur in die sakrale Sphäre oder umgekehrt ihre Profanisierung – können als Neukonfigurationen des für die jeweilige Heroisierung spezifischen Arrangements von Bewunderung und Verehrung beschrieben werden. Ausgehandelt werden diese Veränderungen im affektiven Wechselspiel der beteiligten Akteure, also zwischen Heldenfigur, Anhängern und Gegnern/Publikum. Schließlich wird damit auch die Abgrenzung zwischen Vorbildern, Helden und Heiligen fluide: Die verschiedenen Figuren erscheinen nicht mehr als Ausdruck einer kategorialen Differenz, sondern als Resultat distinkter aber veränderlicher Arrangements von Verehrung und Bewunderung.

Zu fragen ist darüber hinaus, ob Bewunderung und Verehrung an verschiedenen Stellen des Heroisierungsprozesses ihre Wirkung entfalten. So liegt es nahe, Bewunderung für die heroische Figur zunächst auf individueller Ebene zu verorten: Der oder die Einzelne muss einen initialen Moment des anerkennenden Staunens über den Helden und seine Tat empfinden, um daraus Orientierung für das eigene Leben und Handeln zu gewinnen. Durch den Schritt von privater Bewunderung zu gemeinschaftlicher Verehrung wird die Heroisierung im Sozialen etabliert und ihre Persistenz gestärkt: Die einzelnen Bewunderer schließen sich einer Verehrergemeinschaft an, welche die Heroisierung in kollektiven Praktiken, Ritualen und Affektarrangements lebendig hält und gegen die Gefahr der Profanierung verteidigt. Die ritualisierte Verehrung des Helden allein reicht jedoch nicht aus, um die Persistenz der Heroisierung ggf. über Generationen hinweg zu gewährleisten. Vielmehr muss sich die affektive Kraft und Relevanz der heroischen Figur für den Einzelnen immer wieder neu beweisen, indem die ihr zugeschriebenen Heldentaten individuelle Momente der staunenden Bewunderung auslösen und damit neue Anhänger generieren, die Teil der Verehrergemeinschaft werden können.

Gleichwohl muss die Zugehörigkeit zu einer Verehrergemeinschaft nicht in allen Fällen auf tatsächlich erlebter Bewunderung für den oder die Helden basieren, sie kann auch eine Frage der Opportunität darstellen: Ein Künstler, der ein Auftragswerk zu Heroisierungszwecken gestaltet, braucht an den entsprechenden Heroen gar nicht selbst zu glauben – es genügt, daß er die Mittel kennt, die der Verehrung dienen, um an der Verehrergemeinschaft zu partizipieren.

5. Bewunderung und Verehrung als Posen

„Bewunderung“ und „Verehrung“ sind in allen diesen Konfigurationen als idealtypische Beschreibungen von Posen zu verstehen, jedenfalls insofern, als sie zwei Handlungs- oder Verhaltensweisen zu klassifizieren suchen, die immer inmitten mannigfacher sozialer, politischer und kultureller Bezüge stehen. Akteure können solche Posen im Bedarfsfalle auch rasch wechseln, erfüllen sie doch gesellschaftliche Funktionen – und sogar literarische. Anschaulich lassen sich solche Mechanismen etwa am „Staatslexicon“ nachvollziehen, der großen Enzyklopädie des deutschen Liberalismus in der Mitte des 19. Jahrhunderts. In der dritten Auflage stellten Karl von Rotteck und Karl Welcker ihren „Buonaparte“ dar: freilich mit doppeltem Blick auf Napoleon I. und Napoleon III., der seit einem Plebiszit des Jahres 1852 als „Kaiser“ auftrat. Zunächst betrieben sie geradezu eine Apotheose: Napoleon habe „mit dem Ruhm seiner Thaten, mit den Denkmalen seiner Geistes- und Heldenkraft, seines beispiellosen Glücks und seines erschütternden Sturzes die Welt erfüllt“, sie lenkten den Blick ihrer Leser auf die „hervorragendsten Erscheinungen und Wunder, die er mit sich führte“.33Rotteck, Karl von / Welcker, Karl: „Buonaparte“. In: Das Staats-Lexicon. Encyklopädie der sämmtlichen Staatswissenschaften für alle Stände. In Verbindung mit vielen der angesehensten Publicisten Deutschlands herausgegeben von Karl von Rotteck und Karl Welcker. 3. Auflage. Band 3, Leipzig 1859, 162-178, 162. Freilich luden sie zur Reflexion ein, „ob und inwiefern er solchen Ruf begriffen und treulich erfüllt oder aber verkannt, vernachlässigt, misbraucht oder selbstischen Interessen nachgesetzt habe“34Rotteck/Welcker: „Buonaparte“, 1859, 162., ja sie changierten zwischen bewundernden und verehrenden Beschreibungen. Einerseits zeichneten sie Napoleons große Bahn vor: „Ihm war vom Schicksal die Bahn geebnet zum glänzendsten Ziel, und es standen ihm alle Mittel zu Gebote, das Größte und Herrlichste zu vollbringen“. Mehr noch, Napoleon hätte seine Rolle nur konsequent zu spielen brauchen, dann „hätte er alles Gute für Frankreich und die Welt zu bewirken vermocht“.35Rotteck/Welcker: „Buonaparte“, 1859, 163. Andererseits folgte auf die unbedingte Verehrung nur noch eine bedingte Bewunderung: Napoleon hätte immer noch als derjenige in die Annalen eingehen könne, der „überhaupt alle Wohlthaten und Segnungen der zur Herrschaft erhobenen Vernunft und Humanität“ bewirke.36Rotteck/Welcker: „Buonaparte“, 1859, 164. Aber mit der Direktorialverfassung habe sich „die Unlauterkeit und absolutistische Richtung seines Strebens sowie die Unruhe des eigenen Gewissens“ gezeigt37Rotteck/Welcker: „Buonaparte“, 1859, 166., Napoleon wurde im Laufe des Artikels zum „Gewaltherrscher“. Auf Bewunderung folgte eine Generalabrechnung mit dem Verrat republikanischer Ideale: „Das Riesengebäude, das er wunderähnliche ausgeführt, der Weltthron, den er errichtet, die Frucht so vieler Siege, Großthaten und Rechtsverletzungen, ist umgestürzt, die Revolution um den Gewinn Frankreichs und ihrer Triumphe betrogen“.38Rotteck/Welcker: „Buonaparte“, 1859, 172.

Das anfängliche Heldenepos geriet also zur Reflexion über Auswirkungen der wirklichen und der vermeintlichen Heldentaten: „dem Endergebniß nach theils nichtig, theils heillos“. So stand Napoleon am Ende also aus der Perspektive Rottecks und Welckers „für sich allein in der Geschichte, ein einsames Bild, gleich einer Geistererscheinung. Das Bild zeigt uns in einem imposanten Beispiel die erstaunliche Kraft des Menschen im Guten wie im Bösen, aber auch die derselben gesteckte Grenze“.39Rotteck/Welcker: „Buonaparte“, 1859, 175. Verehrung erweist sich darin als literarische Strategie, um eine normative Fallhöhe zu erzeugen, die Raum ins Bodenlose eröffnet: von der Verehrung über die Bewunderung bis zur Vernichtung, in wenigen Seiten ein- und desselben Textes. So wie hier zwei Autoren entsprechende Posen zeigen, so wird man analog auch politische Handlungen deuten dürfen: Wer sich an Prozessen der Bewunderung und Verehrung beteiligt, ist nicht zwingend ein aufrichtiger Bewunderer oder Verehrer: Essentialistisch sind diese Konzepte jedenfalls nicht zu verstehen.

6. Kritik und Forschungsdesiderate

Die hier skizzierte Heuristik stützt sich insbesondere auf soziologische und psychologische Vorarbeiten, die sich für die Untersuchung von Heroisierungsprozessen als anschlussfähig erwiesen haben. Um die Phänomene der Bewunderung und Verehrung heroischer Figuren theoretisch fassbar zu machen, muss die Heuristik um weitere relevante Aspekte ergänzt werden: Durch die Integration einer ritualtheoretischen Perspektive könnte ein besseres Verständnis der kollektiven Praktiken erreicht werden, die für Bewunderung und insbesondere Verehrung konstitutiv sind. Aus medienwissenschaftlicher Sicht ist nach intensivierenden ⟶Affizierungsästhetiken (wie z. B. Repräsentationen des Erhabenen) und ⟶medialen Affordanzen zu fragen, die die Produktion einer Verehrungsbeziehung begünstigen. Nicht zuletzt bedarf es einer Historisierung und komparativen Einordnung des hier vorgestellten Verständnisses von Heldenverehrung, und zwar insbesondere im Vergleich zur Heiligenverehrung, aber etwa auch im Hinblick auf außereuropäische Kulturen.

Dabei gilt es nicht zuletzt auf die Perspektive der jeweiligen Akteure zu achten. Forschungs- und Quellensprache weisen mitunter weit auseinander, Beispiele wie die imitatio Christi zeigen dies. Mithin bleibt es auch ein Desiderat, in einer kulturgeschichtlichen Betrachtungsweise zu erschließen, in welche Konzepte die Zeitgenossen ihre eigenen und die heroisierenden Praktiken anderer jeweils eingedeutet haben. Immerhin hat schon Thomas Carlyle, der Urvater moderner Heldenforschung, beides unterschieden: „Solcher Art scheint mir das Geheimniß aller Formen des Heldenthums. Anbetung ist überschwängliche Verwunderung; Verwunderung für die nun kein Maß noch Gränze mehr ist; das ist Anbetung.“40Carlyle, Thomas: Über Helden, Heldenverehrung und das Heldenthümliche in der Geschichte. Sechs Vorlesungen. 2. Auflage. Berlin 1893 [erstmals 1869]: R. v. Deder, 13.

7. Einzelnachweise

8. Ausgewählte Literatur

  • Asch, Ronald G. / Butter, Michael (Hg.): Bewunderer, Verehrer, Zuschauer. Die Helden und ihr Publikum. Würzburg 2016: Ergon.
  • Carlyle, Thomas: Über Helden, Heldenverehrung und das Heldenthümliche in der Geschichte. Sechs Vorlesungen. 2. Auflage. Berlin 1893 [erstmals 1869]: R. v. Deder.
  • Durkheim, Émile: Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Aus dem Französischen von Ludwig Schmidts. Berlin 2007 [Paris 1912]: Insel.
  • Giesen, Bernhard: Triumph and Trauma. Boulder, Colorado 2004: Paradigm.
  • Plessner, Helmuth: Grenzen der Gemeinschaft. Eine Kritik des sozialen Radikalismus. Frankfurt a. M. 2002 [1924]: Suhrkamp.
  • Schindler, Ines / Zink, Veronika / Windrich, Johannes / Menninghaus, Winfried: „Admiration and Adoration. Their Different Ways of Showing and Shaping Who We Are“. In: Cognition and Emotion 27.1 (2013), 85-118.
  • Slaby, Jan / Mühlhoff, Rainer / Wüschner, Philipp: „Affective Arrangements“. In: Emotion Review 11.1 (2019), 3-12. DOI: 10.1177/1754073917722214.
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Zitierweise

Sonderforschungsbereich 948: Bewunderung und Verehrung. In: Compendium heroicum. Hg. von Ronald G. Asch, Achim Aurnhammer, Georg Feitscher, Anna Schreurs-Morét und Ralf von den Hoff, publiziert vom Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ der Universität Freiburg, Freiburg 13.09.2022. DOI: 10.6094/heroicum/buvd2.0.20220913