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Freiheitsheld (Antike)

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1. Einleitung

Demokratische und republikanische Gemeinschaften, deren politisches System auf der Freiheit des Einzelnen bzw. auf der Beteiligung vieler an der Politik fußt, benötigen mythologisierte Gründungsakte, die erinnert und rituell erneuert werden, um einen Grundkonsens ihrer Mitglieder und die kollektive Identifikation mit dem politischen System zu gewährleisten.1 Wird ein solcher Gründungsakt personalisiert als ⟶Tat einzelner Menschen, die als Befreier von einer nicht-freiheitlichen Ordnung verehrt werden, so liegt eine ⟶Heroisierung vor. Als Freiheitsheld bezeichnen wir einen Menschen, dem man eine solche Tat zuschreibt. Dies geschah zuerst in den demokratisch werdenden bzw. republikanischen Gemeinschaften der griechisch-römischen Antike.

2. Die Tyrannenmörder im antiken Athen

Im antiken Athen des 5. Jhs. v. Chr. hat man den Gründungsakt der Demokratie in der Befreiungstat zweier Bürger der Stadt gesehen, der Tyrannentöter Harmodios und Aristogeiton.2 Bei der Festprozession der Panathenäischen Spiele des Jahres 514 v. Chr. verübten sie ein Attentat auf den Tyrannen Hipparchos und kamen im Zuge dessen ums Leben. Harmodios, der jüngere der beiden Attentäter, wurde sofort getötet, Aristogeiton verhaftet, gefoltert und hingerichtet.3 Der Bruder des ermordeten Herrschers, Hippias, setzte die Tyrannis fort und wurde von Mitgliedern der aristokratischen Familie der Alkmaioniden mit spartanischer Hilfe erst 510 v. Chr. vertrieben. Dies bildete den Auftakt der politischen Reformen des Kleisthenes im Jahr 508/7 v. Chr. und führte in den folgenden Jahren zu einer Demokratie, die sich nach Athens Erfolgen in den Perserkriegen zwischen 490/80 und 460 v. Chr. stabilisierte.

Schon aus dem ausgehenden 6. Jh. v. Chr. sind sogenannte Skolia überliefert, die bei den regelmäßigen Gelagen männlicher Bürger (Symposia) in Athen vorgetragen wurden. Sie rühmen das Attentat bereits als Befreiung Athens und Gründungsakt der sogenannten Isonomie (‚Gleiches Gesetz für alle Bürger‘).4 In den ersten uns überlieferten historiographischen Darstellungen des Geschehens, in den Historien des Herodot gegen 440–430 v. Chr. und bei Thukydides um 420–399 v. Chr., spielt hingegen die homoerotische Beziehung des älteren mit dem jüngeren Attentäter eine zentrale Rolle. Erst die Alkmaioniden seien die eigentlichen Befreier Athens gewesen. Denn Harmodios und Aristogeiton hätten durch den Mord des Hipparchos nur die Familie der Tyrannen in Zorn versetzt und der Gewaltherrschaft keineswegs ein Ende bereitet. Thukydides liefert eine pointierte Version des Attentats.5 Hippias sei der tyrannische Herrscher gewesen, während der ermordete Hipparchos nur sein jüngerer Bruder war. Dieser sei in Liebe zu dem jungen Harmodios entbrannt gewesen – solche homoerotischen Partnerschaften gehörten zum Habitus der vornehmen Männergesellschaft Athens in dieser Zeit –, der aber Geliebter des Aristogeiton war. Als Harmodios seine Liebe nicht erwiderte, habe Hipparchos durch einen Trick dessen Schwester erniedrigt. So habe Aristogeiton aus Eifersucht, Harmodios aber aus Rache das Attentat auf Hipparchos verübt, während sie sich an Hippias nicht herangewagt hätten. Dieser habe dann noch drei Jahre eine Schreckensherrschaft über Athen ausgeübt, bis er auf Veranlassung der Spartaner von den verbannten Alkaioniden vertrieben worden sei. Indem die mehrjährige Fortführung der Tyrannis nach dem Attentat unumstritten, die Erinnerung an die Tat als außerordentlicher Befreiungsakt aber schon im späten 6. Jh. v. Chr. bezeugt ist und die tatsächliche Motivlage des Anschlags im Dunkeln bleibt, erkennt man, dass es seit 514 und im 5. Jh. v. Chr. gegenläufige Stimmen zur Anerkennung des Tyrannentöterpaares als demokratische Gründungsheroen gab.

Platon verband im früheren 4. Jh. v. Chr. die homoerotische Beziehung der Attentäter und ihren Einsatz für die Demokratie. Im Symposion steht das Paar für die idealistische Kraft homoerotischer Liebe (182 C).6 Auch im pseudoplatonischen Hipparchos (229 B-C) konkurrieren die homoerotische und demokratische Motivation der Tötung nicht. Noch im Umfeld des Aristoteles wird die Liebes-Eifersuchts-Geschichte des Thukydides variiert.7 Im späten 5. Jh. lobten indes Redner in Athen, wo man die Tyrannis als größte Gefahr für die Demokratie ansah, die beiden Attentäter als beispielhafte Tyrannentöter (Andokides, Über die Mysterien 1, 98). Im Jahr 343 v. Chr. waren die Frontstellungen in Athen aber so geklärt und Personenkulte selbst in der Demokratie so fortgeschritten, dass Demosthenes in einer Rede vor der Volksversammlung Harmodios ungehindert zur Gruppe derer zählen konnte, die von den Athenern für ihre Wohltaten Statuen, Trankopfer und Hymnen erhielten und von ihnen wie Götter und Heroen verehrt wurden (Demosthenes, Reden 20, 280).

Der Diskurs um die ‚Befreier‘ erhielt aber in Athen auch eine ⟶sakral-religiöse Komponente. In der Nähe der späteren Staatsgrabmäler der Gefallenen lag ein Grab oder Kenotaph des Harmodios und Aristogeiton (Pausanias, Beschreibung Griechenlands 1, 29, 15). Wir wissen nicht, wann es angelegt wurde, so wenig wir wissen, seit wann man dort Opfer für die Attentäter darbrachte. Im 4. Jh. v. Chr. jedenfalls geschah dies, wie uns Demosthenes bezeugt, und zwar gleichzeitig mit Opfern an die für die Polis gefallenen Bürgersoldaten. Die im Krieg gefallenen Bürger wurden also mit den Befreiungshelden verbunden (Aristoteles, Staat der Athener 58, 1).

Bereits kurz nach der Vertreibung des letzten Tyrannen im Jahre 509 v. Chr. setzte in Athen auch die bildliche Erinnerung an die Tyrannenmörder ein. Kurz darauf nämlich errichteten die Athener auf der Agora, dem zentralen Platz ihrer Polis, Bronzestatuen des Harmodios und Aristogeiton.8 Die außerordentliche Symbolik dieser Bildnisse von der Hand des Antenor zeigt sich darin, dass damit erstmals überhaupt Bildnissen von Sterblichen Platz im politischen Raum einer griechischen Polis gegeben wurde. Doch raubten die Perser die Statuen bei der Brandschatzung Athens im Jahre 480/79 v. Chr., so dass uns jegliche Kenntnis über ihr Aussehen fehlt. Dass bereits 477/6 v. Chr. neue Bronzestatuen der Attentäter am selben Ort, nicht weit von der Stätte des Attentats, errichtet wurden, noch bevor Athen wiederaufgebaut war, dokumentiert, wie unverzichtbar ein Denkmal der ‚Befreier‘ im Herzen der Polis damals gewesen sein muss. Kritios und Nesiotes waren ihre Künstler.9 Über das Aussehen dieser Statuen unterrichten uns marmorne Kopien aus späterer Zeit (Abb. 1). Leicht überlebensgroß stehen Harmodios, der Unbärtige, und Aristogeiton, der Bärtige, beide nackt und im Ausfallschritt vor ihren Betrachtern. Der Jüngere hat das Schwert zum Schlag erhoben. Der Ältere gewährt ihm Deckung und hat die Waffe zum Stoß gezückt. Das Denkmal erhielt so eine gezielte Exemplarität: Die an Athletenbilder erinnernde Nacktheit und die dadurch sichtbaren trainierten Körper schrieben den beiden Attentätern die aristokratische kalokagathia („das Schöne und Gute“) zu, was physische Qualität mit ethischem Wert verband10; der explizit gemachte Altersunterschied verwies auf ihre homoerotische Beziehung, eröffnete aber auch die Identifikation für alle Altersgruppen der männlichen Bürger; der Jüngere fungiert dabei als Modell des mutig Zuschlagenden, der Ältere als das des besonnen Agierenden. Eine Gemeinschaft von zwei Bürgern wurde erinnert, nicht die Leistung eines einzigen. Und der Tyrann blieb im Bild abwesend. Vielmehr stand der Betrachter an seiner Stelle in der Rolle des angegriffenen Opfers: Überzeitlich warnte das Statuenmonument davor, nach einer Tyrannis zu streben.11 Unterhalb der Statuen las man auf ihrer Steinbasis eines der Preislieder auf die Attentäter, die sie als Licht ihrer Heimat priesen.12 Die Statuen erinnerten die Helden also in zeitloser Form, distanzierten sie ikonographisch vom alltäglichen Bürgerhabitus und ordneten sie – obwohl sie für die Demokratie standen – aristokratischen Idealen zu. Vor allem aber gaben sie ihrem Handeln visuell Dauer als mahnende Exempla, nicht aber dem historischen Ablauf ihres Attentats oder der Tat als solcher. In einer attischen Komödie am Ende des 5. Jhs. demonstriert der überzeugte Demokrat seine politische Haltung im doing heroism, indem er sich in der Pose des Attentäters neben die Statue des Harmodios stellt.13 Schon alleine die Attentatspose der Statue war durch das Befreierdenkmal ein Signum demokratischer Haltung geworden.

Statuen der Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton
Statuen der Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton

Römische Marmorkopie der bronzenen Statuengruppe des Kritios und Nesiotes auf der Agora von Athen, 477/6 v. Chr. Neapel, Museo Archeologico.
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Neben der visuellen Erinnerung im öffentlichen Raum der Stadt stand vom frühen 5. Jh. v. Chr. an die visuelle Erinnerung an die Tyrannentöter beim Symposion, die die Skolia sprachlich bereits für das späteste 6. Jh. v. Chr. bezeugt hatten. „Den Harmodios singen“, das konnte im späten 5. Jh. zum Synonym für ein Gelage werden (Aristophanes, Acharner 980), doch blieb den Symposia in Athen ein aristokratischer Charakter eigen; dort versicherte sich eine elitäre Gruppe von Bürgern ihrer Überlegenheit, und dort reklamierte man die Tyrannenmörder auch in Bildern für sich.14 Auf einem Stamnos aus Athen, den man bei einem solchen Gelage benutzte, um Wein und Wasser zu mischen, wurde gegen 470/60 tatsächlich das Attentat dargestellt (Abb. 2)15: Der bärtige Aristogeiton ersticht Hipparchos, Harmodios holt zum Schlag aus. Alle drei sind durch ihre Mäntel als Bürger gekennzeichnet; der Tyrann ist nur andeutungsweise luxuriöser gekleidet. Im Kontext des Symposions wird der tyrannische Charakter des Opfers so eher heruntergespielt, die Leistung des älteren, also erwachseneren Attentäters wird hervorgehoben. Zudem erinnert man der Tat in einer Form und auf einem Gefäß, wo sonst vielfach die großen Taten mythischer Heroen zur Darstellung kamen.

Harmodios und Aristogeiton ermorden den Tyrannen Hipparchos
Harmodios und Aristogeiton ermorden den Tyrannen Hipparchos

Attisch-rotfiguriger Stamnos, um 470/60 v. Chr., Würzburg, Martin-von-Wagner Museum der Universität, Inv.-Nr. 515.
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Im Laufe des 5. Jhs. v. Chr. glich man in Athen sogar bedeutende mythische Heroen in ihren bildlichen Darstellungen an die Tyrannenmörder an, so Herakles und Theseus.16 402 v. Chr. stellte man nicht das Attentat, sondern die Statuen, wie es an der Basis unter ihren Füßen erkennbar ist, als Schildzeichen der Figur der Stadtgöttin Athena auf Ölamphoren dar, die in Athen die Sieger bei den Panathenäenspielen gefüllt als Preise bekamen – genau im Jahr nach einem anti-demokratischen Umsturzversuch, als man die Demokratie wiederhergestellt hatte17: Die Statuen der Tyrannenmörder wurden in dieser Krisensituation zum Signet der demokratischen Polis, die die Stadtgöttin selbst im Kampf schirmten. Auf attischen Kultgefäßen bei Dionysosfesten bildete man kurz nach 400 v. Chr. ebenfalls die Statuen ab. Ein solches Gefäß gab im Jahr 394 eine Familie dem Kenotaph für ihren Sohn Dexileos bei, der als Ritter jung im Kampf für die Polis gefallen war – dieselbe, wohlhabende Familie, die über dem Grabrelief ihres Sohnes peinlich genau in einer Inschrift vermerkte, wann er geboren war, um jeden Verdacht auszuräumen, er habe 411 oder 404/3 an einem der Umstürze der Oligarchen beteiligt sein können. Die Heldenstatuen standen hier für den Erhalt der Demokratie, die Nutzung ihrer Abbildung als ein Bekenntnis dazu in einer wohlhabenden Familie, die ihren Sohn für die Polis verloren hatte.18

Die spätere Geschichte der Stauen auf der Athener Agora wirft ein Licht auf ⟶Heroismen und Neu-Heroisierungen der Befreierhelden: Einerseits wurde seit dem 4. Jh. v. Chr. ein Areal um das Statuenpaar von anderen Statuen freigehalten – vor allem kamen ihnen keine anderen Bildnisse nahe, die man für Wohltäter der Polis errichtete. Sie erhielten so auch räumlich einen außeralltäglichen, geradezu sakrosankten Charakter. Durchbrach man diese Regeln, dann ehrte man damit Personen, die man als Befreier bezeichnen wollte: die hellenistischen Könige Antigonos und Demetrios kurz nach 307 v. Chr., kurz nach 44 v. Chr. aber auch die Caesarmörder Marcus Brutus und Gaius Cassius.19 Allein schon die Nähe zu den Heldendenkmälern konnte der Heroisierung anderer als ‚Befreier‘ dienen, der Platz um die Tyrannenmörder war ein heroisch aufgeladener städtischer Raum.

Die älteste uns bekannte rundplastische Marmorkopie der Statue des Aristogeiton wurde in Rom im Tempel der Fides (Treue) auf dem Kapitol aufgestellt.20 Die Aufstellung lässt sich nicht genau datieren, fand aber im 1. Jh. v. Chr. statt, mithin in einer Zeit der Konflikte um Republik und Herrschaft von Einzelnen in Rom, zu denen auch der Caesarmord gehörte. Dass Plinius der Ältere im 1. Jh. n. Chr. die Befreiung Roms von seinem letzten König durch Brutus nicht mit dem Ende der Tyrannis in Athen, sondern mit der Aufstellung der Statuen für die Tyrannenmörder angeblich im Jahr 509 v. Chr. zeitlich synchronisierte, zeigt, dass man auch in Rom das Heldendenkmal des Harmodios und Aristogeiton als Präfigurat der eigenen Befreiung verstehen konnte.21

Nimmt man visuelle Erinnerung und die Historiographie zusammen, dann ist es auffällig, dass das Denkmal der Tyrannenmörder in Athen langfristig zwar als Exemplum für die Befreiung von einer Alleinherrschaft fungierte22 und in Athen auch Symbol der demokratischen Verfassung wurde, es aber der sonst ambivalenten Rezeption der Befreierhelden und ihrer Homosexualität geschuldet war, dass Harmodios und Aristogeiton eher selten als Vorbilder für demokratische Gründungsakte noch für politische Attentäter instrumentalisiert wurden.23 Ihre Rolle als Befreiungshelden, Demokraten und Tyrannentöter war der sozialen Symbolik und Praxis ihrer Zeit verhaftet, die schon im klassischen Athen einem steten und konkurrierenden Deutungswandel und auch in den folgenden Jahrhunderten je neuen Aneignungen unterworfen waren. Gleichwohl behielten die Ehrenstatuen, die man ihnen in Athen errichtet hatte, bleibende Bedeutung als Ikonen der Stadt und der politischen Befreiung.

3. Lucius Iunius Brutus und Marcus Brutus in Rom

Die Erinnerung an die römische Republik war in der römischen Kaiserzeit gerahmt von zwei exemplarischen Befreiungstaten, die beide mit dem Namen Brutus verbunden wurden: die Vertreibung des letzten Königs durch Lucius Iunius Brutus (nach römischer Vorstellung) um das Jahr 509 v. Chr. und die Tötung Caesars am 15. März 44 v. Chr., die von einer Verschwörergruppe um Marcus Brutus (zu diesem Zeitpunkt aufgrund einer Adoption eigentlich Q. Caepio Brutus) ins Werk gesetzt worden war. Die Vertreibung des letzten Königs der römischen Tradition, Tarquinius Superbus, hat sich für die neuzeitliche Rezeption erst in deutlich später schreibenden Autoren und vor allem in den frühkaiserzeitlichen Historiographen T. Livius und Dionysios von Halikarnassos erhalten.24 Die späte Verschriftlichung ist sicher nicht historisch im engeren Sinne des Wortes. Die moderne Forschung hat die Brutus-Tarquinius-Erzählung sehr unterschiedlich gewertet, als reinen Geschichtsmythos25 oder auch als mündlich tradiertes, fernes Echo eines im Detail verlorenen Geschehens.26 Eine sorgfältige Analyse lässt wohl noch zu, Reflexe der Frühzeit sichtbar zu machen.27 Die genannten Personen bleiben aber primär literarische Figuren. Für eine Analyse der in historischer Zeit erkennbaren Heroisierung des Lucius Brutus ist das Problem potentieller Grade von Authentizität seines Handelns zweitrangig. Unmittelbar relevant ist dagegen die Frage nach der Wirksamkeit des der Figur Brutus zugeschriebenen Exempels, doch scheinen Exempla von römischen Autoren nicht wegen ihres realhistorischen Gehalts angeführt zu werden, unabhängig davon, wie sie diesen einschätzten.28

Die Historizität des Königssturzes in den Augen der Gebildeten aus der letzten Generation der römischen Republik können wir nicht mit Sicherheit eruieren. Die Verbindung zwischen dem ersten Konsul Brutus und dem jüngeren Befreier wurde schon in der Antike debattiert und auch in Zweifel gezogen, aber nicht aus grundsätzlichen Erwägungen heraus, sondern wegen des patrizischen Status des angeblichen Begründers der Republik, den die späteren Junii nicht hatten.29 Gleichwohl könnten die seit dem 4. Jh. bezeugten plebeischen Junii Farben auf das entstehende Bild eines Tyrannenvertreibers Brutus aufgetragen haben.

Lucius Junius soll nach einhelliger Überlieferung Neffe des letzten Königs Tarquinius gewesen sein, der durch sein unakzeptables Handeln zum Superbus schlechthin wurde. Wegen der bedrohlichen Umgebung habe er sich als Narr geriert und so das pejorative cognomen Brutus erhalten. Als jedoch ein Königssohn Lucretia, eine Aristokratin aus dem Umfeld des Königs, vergewaltigt habe, soll Lucius Brutus von allen akzeptiert eine gemeinschaftliche Aktion gegen die Tarquinier geleitet haben, die zu der Begründung einer aristokratisch dominierten Republik geführt habe. Brutus habe danach diese Republik mit aller Willenskraft verteidigt und auch vor der Hinrichtung seiner Söhne, die sich mit den Tarquiniern verbanden, nicht zurückgeschreckt. Im Kampf gegen den gleichen Feind fand er den „Heldentod“.30

Exemplarisch steht Brutus für römische virtus, das heißt in der Vorstellung der Zeit rechte Manneshaftigkeit. Besonders soll er Standfestigkeit und Mut an den Tag gelegt haben. Seine Transgressivität (die Wendung gegen die mit ihm verwandte Königsfamilie, die Tötung der eigenen Kinder), Agonalität (im Kampf gegen die Tarquinier bis zum Tod) und sein boundary work (die Etablierung einer neuen politischen Gemeinschaft) machen ihn auch zum ⟶Helden, der aber – typisch für römische Exempel – als Person blass bleibt. Die Farblosigkeit wie die Überhöhungsmotivik haben sich in der späteren primär europäischen Literatur bewahrt.31

Schon Plutarch bringt Lucius Brutus mit einem Bild auf dem Kapitol in Verbindung.32 Die Verknüpfung der beiden „Befreier“ mit Namen Brutus mit einer auch materiellen ⟶Erinnerungslandschaft ist für die Kaiserzeit typisch.33 Die Junii Bruti waren als bedeutendes plebeisches Geschlecht in der mittleren und späten Republik politisch präsent, ohne nach der Tradition große Akzente zu setzen. In der späten Republik gehörten sie zu den lange etablierten Familien, doch erst der Caesar-Attentäter hat eine auch nachhaltige memoria erreichen können. Und auch die Überlieferung zu ihm verdichtet sich erst nach dem Attentat.34 Speziell griechische Autoren setzten mit ihrer Spurensuche daher oft bei den Bildern der Befreier an.

Die Jugend des jüngeren, also von Marcus Brutus, war wesentlich davon geprägt, dass sein Vater sich 78 der Gruppe um den Konsul Lepidus angeschlossen hatte, der sich gegen Sullas Restauration wandte, und dass sein Tod dem bestimmenden Politiker und General der Folgezeit, dem jungen Pompeius, anzulasten war.35 Brutus wurde danach von dem jüngeren Cato aufgezogen. In den späten Quellen wird er oft idealisiert und als gleichermaßen griechisch gebildet und Inkarnation römischer virtus präsentiert.36 Diese Idealisierung ergibt sich allerdings nicht zwingend aus seinen überlieferten Handlungen. Cicero etwa beklagte seine aristokratische Arroganz.37 Seine Finanzgeschäfte mit 48% Zinsen waren für römische Kredite der Zeit nicht völlig außergewöhnlich, wurden von Cicero aber als kaum mehr akzeptabel behandelt. Analoges gilt für die Praxis, einem Finanzagenten und Inkasso-Unternehmer durch seine Verbindungen einen Offiziersposten auf Zypern zu besorgen, um Schulden auch mit Gewalt eintreiben zu können.38 Brutus’ schnelle Aufgabe der Sache der Republik nach Caesars Sieg gegen Pompeius bei Pharsalos 48 v. Chr. hätte bei einem Umschwung des Geschehens durchaus eine problematische Entscheidung sein können. Seinem wohl wichtigsten Mitverschwörer Gaius Cassius Longinus unterstellt Appian, er habe sich auch aus Zorn darüber, dass Brutus 44 die prestigereichere (städtische) Prätur zugewiesen worden sei, der Konspiration gegen Caesar angeschlossen; bei Brutus wird nur der Ehrgeiz erwähnt.39 Appian erwähnt aber ein typisches Thema späterer brutuskritischer Werke: seine Undankbarkeit gegenüber seinem Begnadiger und Förderer Caesar. Angelegt findet sich bei ihm auch die Überhöhung dieses Motivs in der Rezeption durch die Unterstellung eines Vater-Sohn-Konfliktes, galt Caesar doch als Liebhaber von Brutus’ Mutter Servilia.

Brutus’ politische Rolle unter Caesars Herrschaft kann aus der Rückschau kaum mehr rekonstruiert werden. Cicero schildert ihn in seinen Dialogen als ernsthaften und gebildeten nobilis, heroisiert ihn aber nicht.40 Wie weit die angebliche Abstammung vom älteren Brutus Marcus in seinem Denken beeinflusste, wie es die späteren Quellen suggerieren, lässt sich nicht klären.41 Dass er über seine Mutter ein Nachfahr eines weiteren frührömischen Tyrannenfeindes – Servilius Ahala – gewesen sein soll, könnte immerhin gegebene Einflüsse der Tradition noch verstärkt haben.42 Servilius soll zudem den Spurius Maelius wirklich getötet und nicht nur vertrieben haben. Brutus setzte schon 54 v. die Bilder beider auf Münzen, und wie schon angesprochen, ist für die Wirksamkeit politischer Mythen nicht ihre Authentizität entscheidend, sondern dass an sie geglaubt wird.43 Brutus’ Gedanken bleiben uns aber verborgen. Ob ihn zur Befreiungstat mahnende, solche Genealogien bemühende Aufschriften etwa auf der Statue des Lucius Brutus historisch sind, bleibt zudem unklar.44

Schon die Diktatur auf zehn Jahre, die Caesar 46 übernahm, hebelte die republikanische politische Ordnung aus. Anfang 44 wurde Caesar dictator perpetuus und damit de facto Monarch.45 Eine Verschwörung von über sechzig Mitgliedern der Oberschicht um Brutus und Cassius tötete den Diktator kurz darauf am 15. März. Diese Tat veränderte das Brutusbild der späteren Autoren, im Guten wie im Schlechten. Zu der bei einigen anzutreffenden Verklärung trug auch bei, dass die Verschwörergruppe nur Caesar und keinen seiner prominenten Mitstreiter wie den Konsul Antonius beseitigte: Von Cicero als naiv gebrandmarkt, war diese Zurückhaltung offenbar von dem Glauben getragen, dass nobiles sich untereinander verständigen konnten.46

Eine jüngere populärwissenschaftliche Darstellung stellt fest, die Tat habe Brutus zu einem „republican hero“ gemacht.47 Diese moderne Zuschreibung findet eine gewisse Rechtfertigung in den Ehrungen, die den Attentätern verliehen wurden. Cicero bezeichnet Brutus und Cassius kurz nach der Tat als heroes.48 Cassius Dio beschreibt ihre Aufnahme im römischen Osten (den Provinzen jenseits der Adria), indem er auf den athenischen Beschluss verweist, ihre Statuen neben die von Harmodios und Aristogeiton zu setzen.49 Wie schon angesprochen, haben auch andere kaiserzeitliche Autoren ihr Narrativ über Brutus’ Leben anhand erhaltener Bilder entwickelt. Plutarch verweist auf eine bronzene Ehrung aus Mailand, die Augustus verschont habe; sie dürfte in die gleiche Zeit gehören.50 Sueton lässt den Rhetor Gaius Albucius Silus Brutus beim Anblick von dessen Statue als legum ac libertatis auctor ac vindex preisen.51 Diese Statue lässt sich leider gar nicht datieren.

Brutus und Cassius wurden 44–42 als Befreier geehrt und wollten offenbar selbst so gesehen werden. Dies zeigen besonders deutlich Gold- und Silbermünzen, die unter Brutus’ Namen als Imperator 43/2 v. Chr. geprägt wurden (Abb. 3)52: Dort erscheint sein Bildniskopf – er adaptierte damit eine durchaus autokratische Praxis Caesars, sich noch zu Lebzeiten auf Münzen abzubilden. Brutus ist jedoch bärtig und darin Münzbildnissen des Lucius Brutus ähnlich, welche er selbst in Rom kurz vorher, in den fünfziger Jahren, nicht ohne politische Absicht auf Münzen gesetzt hatte, die noch im Umlauf waren, nicht aber zeitgenössischen Politikerporträts. Auf der Gegenseite der Prägungen von 43/2, die vor allem der Bezahlung von Soldaten dienten, sah man einen Pileus, wie ihn ein Sklave bei seiner Befreiung trug. Dieser ‚Freiheitshut‘ ist mit der Beischrift EID MAR (Eidibus Martii = „an den Iden des März“) als Hinweis auf das Attentat auf Caesar versehen, dessen Kollektivität zwei Dolche rechts und links von ihm andeuten: keine Befreiungstat eines Einzelnen! Dass in derselben Münzserie auch der Kopf der Libertas auftaucht, unterstreicht die Selbststilisierung des Brutus als Freiheitsheld.53

Die kurze Lebensphase der beiden Hauptattentäter nach ihrer Tat ließ solchen Heroisierungen jedoch nur begrenzten Entfaltungsraum. Nach der Niederlage von Philippi und der Selbsttötung der beiden wichtigsten Protagonisten der Sache der res publica veränderten sich Verehrer, Publika und die Methoden der Achtungserweisung. Zugleich formte sich aber auch die Kritik an den Caesarattentätern aus. Caesars Ambivalenz aus römischer Sicht bedingte eine ähnliche Ambivalenz seiner Gegner.

In einem der beiden Traditionsstränge wurde nun auch der jüngere Brutus zu einem Exemplum der Virtus, die sich in der Tat manifestiert und geradezu entlädt. In Horazens Vers, mit dem Tod des Brutus sei die virtus gebrochen worden, fand diese neue, eher stereotypierte Überhöhung einen frühen Ausdruck.54 Dass Antonius und dann auch Octavian/Augustus Brutus als einzigem der „Befreier“ eine gewisse Achtung erwiesen, hat dieser Form der Erinnerung sicher geholfen.55 Ähnlich wie Horaz äußern sich später etwa Juvenal oder auch Plinius.56 Das Lob von Tyrannenmördern in römischen Rhetorikübungen evozierte in gewisser Weise sicher auch Brutus.57 Die Verschwörer gegen Nero um Piso wollten das Attentat gegen Caesar offenbar nachstellen.58

Die Etablierung der Monarchie ließ Brutus jedoch auch als Vertreter einer falschen Sache erscheinen. Diese Form der Darstellung findet sich gerade bei griechischsprachigen Autoren wie Dio und Appian, aber auch bei Seneca.59 Ostentative Verehrungsbekundungen gegenüber den Attentätern konnten Kapitalstrafen nach sich ziehen. Der Historiker Cremutius Cordus wurde wegen Überhöhung von Brutus und Cassius hingerichtet, seine Bücher wurden verbrannt.60 Auch die schon zitierte Aussage des Albucius soll ihn in Gefahr gebracht haben. Eine Ausblendung muss sicherer erschienen sein. Bei der Beerdigung von Junia Tertia 22 n. Chr. „glänzten die Bilder von Brutus und Cassius durch Abwesenheit“.61

Die Ablehnung einer Monarchentötung prägte die quellennahe Rezeption des westlichen Mittelalters. Diese Art der Kritik fand ihren berühmtesten Ausdruck spät in Dantes Zusammengruppierung von Brutus und Cassius mit Judas Ischariot, die allerdings bereits zukunftsweisende Ansätze aufweist.62 Erst in der Folgezeit wurde Brutus vor allem durch eine intensivere Rezeption von Plutarch mit seinen eingängigen moralischen Schematisierungen wieder zu einer vielschichtigeren Figur modelliert. Shakespeares Caesar mit seinem zerrissenen, in die Nähe eines Protagonistenstatus’ gerückten Brutus wurde viel gelesen und diesbezüglich stilbildend.63 Im 18. Jh. konnte Brutus wieder oder überhaupt erst zu einem Helden werden, zum Teil im Zuge einer sukzessiven Verbürgerlichung der Deutungsmuster, die den republikanischen Vorkämpfer für sich zu vereinnahmen suchte. Zu dieser Entwicklung trugen Voltaire, Rousseau oder auch Herder und Schiller bei.64 In der Französischen Revolution wurde er zu einer oft bemühten Präfiguration.65

Im 19. Jh. dagegen vervielfältigten sich die fortschreibenden Brutus-Aneignungen im Zeichen von Psychologisierung und philosophischen Interpretationen.66 Im 20. Jh. verlor Brutus weitgehend seine Attraktionskraft. Dies gilt besonders für Film und Fernsehen. In der althistorischen Forschung haben sich in unterschiedlichen Verzweigungen dagegen alte Heroisierungsmuster bewahrt.67

4. Einzelnachweise
  • 1 .
    Habermas, Jürgen: Faktizität und Geltung. Frankfurt 1992: Suhrkamp, 351-61, bes. 359.
  • 2 .
    Azoulay, Vincent: Les tyrannicides d’Athènes. Vie et mort de deux statues. Paris 2014: Editions du Seuil; Azoulay, Vincent: The Tyrant-Slayers of Athens. A Tale of Two statues. Oxford 2017: Oxford University Press. – Zum Attentat und seiner Erinnerung: Flaig, Egon: „Politisches Vergessen. Die Tyrannentöter – Eine Deckerinnerung der athenischen Demokratie“. In: Butzer, Günter / Günter, Manuela (Hg.): Kulturelles Vergessen. Medien – Rituale – Orte. Göttingen 2004: Vandenhoeck & Ruprecht, 101-114; Schweizer, Beat: „‚… da den Tyrannen sie erschlugen, gleiches Recht den Athenern schufen‘. Archäologie eines Attentats“. In: Fitzenreiter, Martin (Hg.): Das Ereignis. Geschichtsschreibung zwischen Vorfall und Befund. London 2009: Golden House, 239-263; Ferrario, Sarah Brown: Historical Agency and the ‚Great Man‘ in Classical Greece. Cambridge 2014: Cambridge University Press, 18-25. – Zur Textüberlieferung: Schubert, Claudia: Hipparchus. Text und Kommentar. Platon Werke IV. Göttingen 2018: Vandenhoeck & Ruprecht, Appendix 1, 107-123; Schubert, Claudia: „Die Entstehung eines politischen Mythos in Athen. Von der Tyrannis zur Demokratie“. In: Behemoth. A Journal on Civilisation 3 (2010), 132-168, DOI: 10.1524/behe.2010.0007; Stein-Hölkeskamp, Elke s. v.: „Aristogeiton“. In: Cancik, Hubert / Schneider, Helmuth (Hg.): Der Neue Pauly. Band 1. Stuttgart 1996: Metzler, 1109-1110.
  • 3 .
    Herodot, Historien 5,55-62; Thukydides: Geschichte des Peloponnesischen Krieges 1,20; 6,54-59; Aristoteles: Athenaion politeia 17-18.
  • 4 .
    Die Skolia, überliefert bei Athenaios, Deipnosophistai 15, 695A-B, gehören sprachlich und begrifflich in das späte 6. Jh. v. Chr., Page, Dennis L.: Poetae Melici Graeci. Oxford 1962: Clarendon, Nr. 893-896; vgl. Fabbro, Helena: Carmina Convivalia Attica. Rom 1995: Istituti Editoriali e Poligrafici Internazionali.
  • 5 .
    Thukydides: Geschichte des Peloponnesischen Krieges 6, 54-59; vgl. 1, 20.
  • 6 .
    Monoson, Sara: Plato’s Democratic Entanglements. Athenian Politics and the Practice of Philosophy. Princeton 2000: Princeton University Press, 37-38.
  • 7 .
    Aristoteles: Athenaion politeia 17,3-19,1.
  • 8 .
    Plinius: Naturgeschichte 34, 17; Pausanias: Beschreibung Griechenlands 1, 8, 5. Zur Datierung vgl. Anderson, Greg: „The Athenian Experiment. Building an Imagined Political Community“. In: Ancient Attica, 509-508 BC. Ann Arbor 2003, 203-204.
  • 9 .
    Zu den Statuen umfassend: Brunnsåker, Sture: The Tyrant Slayers of Kritias and Nesiotes. A Critical Study of the Sources and Restaurations. Oxford 1971; Fehr, Burkhard: Die Tyrannentöter, oder: Kann man der Demokratie ein Denkmal setzen? Frankfurt 1984: Fischer; Taylor, Melville W.: The Tyrant Slayers. The Heroic Image in Fifth Century B.C. Athenian Art and Politics. Salem 1991: Ayer; Azoulay: Les tyrannicides d’Athènes, 2014; s. Arachne (Bilddatenbank), online unter: http://arachne.uni-koeln.de/item/typus/249 (Harmodios), http://arachne.uni-koeln.de/item/typus/80 (Aristogeiton).
  • 10 .
    Bourriot, Felix: Kalos kagathos – kalokagathia. D’un terme de propagande de sophistes à une notion sociale et philosophique. Hildesheim 1995: Olms.
  • 11 .
    Vgl. Dietrich, Nikolaus: „Unvollständige Bilder im spätarchaischen und frühklassischen Athen“. In: Antike Kunst 56 (2013), 37-55.
  • 12 .
    Hansen, Peter A.: Carmina Epigraphica Graeca I. Berlin 1983, Nr. 430; s. Datenbank der Agora-Ausgrabungen unter: http://agora.ascsa.net/id/agora/image/2004.02.0026.
  • 13 .
    Aristophanes: Lysistrate, 631-632.
  • 14 .
    Oenbrink, Werner: „Die Tyrannenmörder. Aristokratische Identifikationsfiguren oder Leitbilder der athenischen Demokratie? Rezeption eines politischen Denkmals in der attischen Vasenmalerei“. In: Gebauer, Jörg u. a. (Hg.): Bildergeschichte. Festschrift Klaus Stähler. Möhnesee 2004: Bibliopolis, 373-400.
  • 15 .
    Attisch-rotfiguriger Stamnos, Würzburg, Martin-von-Wagner-Museum der Universität Inv.-Nr. 515: Beazley Archive Data Base Vase No. 202924, online unter: http://www.beazley.ox.ac.uk/record/76D7416C-2218-441B-ABE9-E93D5D9C9D1C); Azoulay: Les tyrannicides d’Athènes, 2014, 245-247, Abb. 32.
  • 16 .
    von den Hoff, Ralf: „Herakles, Theseus and the Athenian Treasury at Delphi“. In: von den Hoff, Ralf / Schultz, Peter (Hg.): Structure, Image, Ornament. Architectural Sculpture in the Greek World. Oxford 2009: Oxbow Books, 96-104, hier: 101 Abb. 9.5; vgl. Suter, Peter: Das Harmodiosmotiv. Basel 1975.
  • 17 .
    Azoulay: Les tyrannicides d’Athènes, 2014, 105-108, Abb. 9.
  • 18 .
    Fragment einer attisch-rotfigurigen Oinochoe, Boston, Museum of Fine Arts Inv. Nr. 98.936: Beazley Archive Database Vase No. 1337, online unter: http://www.beazley.ox.ac.uk/record/0A1491F4-A2D1-4AC7-9028-CE303AC04380; Azoulay: Les tyrannicides d’Athènes, 2014, 109-113 Abb. 10; s. Bilddatenbank des Museums unter: https://www.mfa.org/collections/object/pitcher-oinochoe-with-the-tyrannicides-153809; vgl. Ober, Josiah: „Tyrant Killing as Therapeutic Stasis. A Political Debate in Images and Texts“. In: Morgan, Kathryn (Hg.): Popular Tyranny. Sovereignty and its Discontents in Ancient Greece. Austin 2003: University of Texas Press, 215-250.
  • 19 .
    Diodor 20, 46, 2; Cassius Dio 47, 20, 4; vgl. Azoulay: Les tyrannicides d’Athènes, 2014, 165-166.
  • 20 .
    Rom, Musei Capitoloni, Inv.-Nr. 2404; Reusser, Christoph: Der Fidestempel auf dem Kapitol in Rom und seine Ausstattung. Rom 1993; L’ Erma di Bretschneider, 113-121; Azoulay: Les tyrannicides d’Athènes, 2014, 189-195, Abb. 21; s. Arachne (Bilddatenbank), online unter: http://arachne.uni-koeln.de/item/objekt/16633.
  • 21 .
    Plinius: Naturgeschichte 34, 17.
  • 22 .
    Vgl. auch moderne Aneignungen bei Fehr: Die Tyrannentöter, 1984, 54-68.
  • 23 .
    Sommer, Michael: „Attentate in der Weltgeschichte. Was haben sie bewirkt?“ In: Politik und Zeitgeschichte 45/46 (2013); dagegen Rubel, Alexander: „Demokratie, Mythos und Erinnerung. Die ‚Tyrannenmörder‘ in Athen und der militärische Widerstand gegen Hitler“. In: Antike und Abendland 56 (2010), 72-96.
  • 24 .
    Siehe v. a. Livius 1, 56-60; 2, 1-7; Dionysius von Halicarnassus, 4, 67-85.
  • 25 .
    Bspw. Bleicken, Jochen: „Im Schatten Mommsens. Gedanken zu Wolfgang Kunkels Buch über die Magistratur in der römischen Republik“. In: Rechtshistorisches Journal 15 (1996), 3-27.
  • 26 .
    Bspw. Cornell, Timothy: The Beginnings of Rome. London u. a. 1995: Routledge, 215-241; Walter, Uwe: „Mehr als Mythos und Konstruktion? Die Römische Königszeit“. In: Historische Zeitschrift 302 (2016), 1-40.
  • 27 .
    Sehr weit in diese Richtung gehen Lulof, Patricia S. / Smith, Christopher J.: The Age of Tarquinius Superbus. History and Archaeology. In: Lulof, Patricia S. / Smith, Christopher J. (Hg.): The Age of Tarquinius Superbus. Central Italy in the Late Sixth Century. Leuven u. a. 2017: Peeters, 3-16.
  • 28 .
    Vgl. Levene, David S.: Livy on the Hannibalic War. Oxford 2010: Oxford University Press; Roller, Matthew: Models from the Past in Roman Culture. A World of Exempla. Cambridge 2018: Cambridge University Press.
  • 29 .
    Posidonius Fragment 256; Edelstein, Ludwig / Kidd, Ian G. (Hg.): Posidonius 1. Cambridge 1972: Cambridge University Press, 228-229; Dionysius von Halicarnassus 5, 18; Cassius Dio 44, 12.
  • 30 .
    Livius 2, 3-5; 8, 34, 3; Dionysius von Halicarnassus 5, 2, 8-12; Florus 1, 3, 5; Valerius Maximus 5, 8, 1; Ampelius 18, 1; Propertius 4, 1, 45; Silius Italicus 13, 721. „Heldentod“: Livius 2, 6, 8, und zu dem Zitat Werner Schur: „Iunius Brutus 46a“. In: Pauly’s Real-Encyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Suppl. 5. Stuttgart 1931: J. B. Metzler, 356-369, 360.
  • 31 .
    Simonis, Annette / Simonis, Linda: „Brutus (Lucius)“. In: von Möllendorff, Peter u. a. (Hg.): Der Neue Pauly. Suppl. 8: Historische Gestalten der Antike. Rezeption in Literatur, Kunst und Musik. Darmstadt 2013: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 187-191.
  • 32 .
    Plutarch: Brutus 1. – Auf dem Kapitol stand seit dem 1. Jh. v. Chr. auch eine Marmorkopie der Statuen der athenischen Tyrannenmörder, s. dazu o.
  • 33 .
    Vgl. o. Anm. 20.
  • 34 .
    Rawson, Elizabeth: Cassius and Brutus. The Memory of the Liberators. In: Moxon, I. S. (Hg.): Past Perspectives. Studies in Greek and Roman Writing. Cambridge 1986: Cambridge University Press, 101-120.
  • 35 .
    Livius, Epitome (Auszug) 90; Orosius 5, 22, 17; Plutarch Brutus 4, 1-2; Pompeius 16, 1; 64, 3; Sallust Historien 1, 79 (Maurenbrecher); Zonaras 10, 2; Appian, Bürgerkriege 2, 111, 464 (Viereck 2, S. 248); Valerius Maximus 6, 2, 6; Cicero, An Atticus 9, 14, 2.
  • 36 .
    Plutarch: Brutus 2; 52; Velleius Paterculus 2, 36, 2; [Aurelius Victor]: De viris illustribus 82; s. auch Quintilian 10, 123; Plinius: Naturgeschichte 34, 82.
  • 37 .
    Cicero: An Atticus 6, 1, 7; 3, 7.
  • 38 .
    Zu der gesamten Affäre mit ihren komplexen Verwicklungen siehe Tempest, Kathryn: Brutus. The Noble Conspirator, New Haven u. a. 2017: Yale University Press, 47-49 und Schulz, Raimund: Herrschaft und Regierung. Roms Regiment in den Provinzen in der Zeit der Republik. Paderborn u. a. 1997: F. Schöningh, 195-196, zu einer kappadokischen Parallele.
  • 39 .
    Appian: Bürgerkriege 2, 112, 466 (Viereck, S. 248). Zum Verhältnis zu Cassius siehe Huss, Werner: „Die menschlichen und politischen Beziehungen zwischen Brutus und Cassius“. In: Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaften 3 (1977), 115-125.
  • 40 .
    Cicero: Ad familiares 9, 14, 5; Cicero: Brutus 23; 120; 149; 281; 309; 332; Cicero: Über den Redner 105; Civero: De finibus bonorum et malorum 3, 3, 6; 5, 8; Cicero: Gespräche in Tusculum 5, 21, 39.
  • 41 .
    Cornelius Nepos: Atticus 18, 3; Cicero: An Atticus 13, 40, 1; Cicero: Brutus 331; Cicero: Gespräche in Tuskulum 1, 89; 4, 50; Cicero: Paradoxa Stoicorum 12; Cicero: Philippische Reden 1, 13; 4, 7; 5, 26; 10, 14; Plutarch: Brutus 1; Plutarch: Caesar 62; Appian: Bürgerkriege 2, 112, 469 (Viereck, S. 249); doch siehe auch Cassius Dio 44, 12.
  • 42 .
    Zu Servilius Ahala, der die Tradition einer familiären Feindschaft gegen Alleinherrschaftsbestrebungen in Rom nur verstärkt und daher kein eigenes Lemma erhält, siehe MacMullen, Ramsay: Enemies of the Roman Order. Treason, Unrest, and Alienation in the Empire. Cambridge 1967: Harvard University Press, 8-9.
  • 43 .
    Tudor, Henry: Political Myth. London 1972: Macmillan, 17; 133. Zu den Münzen siehe unten Anm. 52-53. Dass die plebeischen Bruti sich schon im zweiten Jahrhundert v. Chr. auf den angeblichen Begründer der Republik zurückgeführt hätten, wie aufgrund der erhaltenen Nachrichten zu Accius’ Brutus-Drama oft behauptet wurde (vgl. etwa Münzer, Friedrich: Römische Adelsparteien und Adelsfamilien. 2. Auflage. Stuttgart 1963: Metzler, 336 Anm. 1), ist nicht sicher zu belegen. Doch siehe Cicero: Über den Redner 2, 242 und Polybius 6, 54, 5. Zu den erhaltenen Nachrichten über Brutus’ Abstammung und einer realistische Einordnung siehe Zmeskal, Klaus: Adfinitas 1. Passau 2009: Stutz, 152-153; zu Brutus als Bühnenfigur vgl. Erasmo, Mario: „Staging Brutus“. In: Tylawski, Elizabeth I. / Weiss, Charles (Hg.): Essays in Honor of Gordon Williams. Twenty-Five Years at Yale. New Haven 2001: Schwab, 101-114.
  • 44 .
    Suetonius: Caesar 80, 3; Plutarch: Caesar 61; Cassius Dio 44, 11, 4; 12; Appian: Bürgerkriege 2, 112, 469 (Viereck, S. 249).
  • 45 .
    So prägnant Jehne, Martin: Caesar. 3. Auflage. München 2004: C. H. Beck, 114.
  • 46 .
    Vgl. schon Gelzer, Matthias: „Junius 53“. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft 10, 1. Stuttgart 1918: Druckenmüller, 978-1020, 995; Cicero: An Atticus 14, 21, 3; 15, 4, 2.
  • 47 .
    Corrigan, Kirsty: Brutus. Caesar’s Assassin. Barnsley 2015: Pen & Sword Military, 210.
  • 48 .
    Cicero: An Atticus 14, 4, 2. Zu dem äußert reichen Quellenbefund aus diesen Jahren siehe Tempest: Brutus, 2017, 105-172.
  • 49 .
    Cassius Dio 47, 20, 4; s. dazu o. zu Anm. 19.
  • 50 .
    Plutarch: Dion und Brutus 5; Cassius Dio 43, 45, 5f. Typisch: Eich, Peter: Gottesbild und Wahrnehmung. Studien zu Ambivalenzen früher griechischer Götterdarstellungen (ca. 800–400 v. Chr.). Stuttgart 2011: F. Steiner, 322-370.
  • 51 .
    Suetonius: Rhetoren 6.
  • 52 .
    Kopf des M. Iunius Brutus: Crawford, Michael H.: Roman Republican Coinage. London 1974: Cambridge University Press, Nr. 508/3 (s. CRRO, online unter: http://numismatics.org/crro/id/rrc-508.3). – Kopf des L. Iunius Brutus: ebenda Nr. 433/2 (s. CRRO, online unter: http://numismatics.org/crro/id/rrc-433.2).
  • 53 .
    Crawford: Roman Republican Coinage, 1974, Nr. 501/1; 505/4; 506/3; 508/2. Brutus hatte auch Libertas schon vor dem Attentat – im Verbund mit den Bildnissen des Lucius Brutus, s. o. – auf Münzen abbilden lassen: Crawford: Roman Republican Coinage, 1974, Nr. 433/1 (s. CRRO, online unter: http://numismatics.org/crro/id/rrc-433.1)
  • 54 .
    Horaz: Carmina 2, 7, 11.
  • 55 .
    Cassius Dio 53, 32, 4; Appian: Bürgerkriege 4, 51, 223 (Viereck 2, S. 437); Plutarch: Dion und Brutus 5.
  • 56 .
    Juvenal: Satiren 14, 40; Plinius: Briefe 1, 17, 3.
  • 57 .
    Seneca: Kontroversien 1, 7; 2, 5; 3, 6; 4, 7; 5, 8; 7, 1, 1; 4, 9, 6; 9, 2, 9; 4, 6; 10, 4, 2
  • 58 .
    Tacitus: Annalen 15, 53, 2.
  • 59 .
    Seneca: Über die Wohltaten 2, 20, 2.
  • 60 .
    Tacitus: Annalen 4, 34, mit der Diskussion der rechtlichen Hintergründe bei Eich, Armin: Politische Literatur in der römischen Gesellschaft. Studien zum Verhältnis von politischer und literarischer Öffentlichkeit in der späten Republik und frühen Kaiserzeit. Köln u. a. 2000: Böhlau, 301.
  • 61 .
    Tacitus: Annalen 3, 76.
  • 62 .
    Im Canto 34 des Inferno. Vgl. Piccolomini, Manfredi: The Brutus Revival. Parricide and Tyrannicide during the Renaissance. Carbondale 1991: Southern Illinois University Press, 30-32.
  • 63 .
    Siehe einige Beiträge in Bloom, Harold: Shakespeare’s Julius Caesar. New York 2010: Bloom’s Literary Criticism, speziell die von Robert F. Fleissner, 61-66, und von John Roe, 67-114.
  • 64 .
    Osterkamp, Ernst: „Die Götter – die Menschen. Friedrich Schillers lyrische Antike“. In: Chiarini, Paolo / Hinderer, Walter (Hg.): Schiller und die Antike. Würzburg 2008: Königshausen & Neumann, 239-256, 245; Herbert, Robert L.: David, Voltaire, Brutus and the French Revolution. An Essay in Art and Politics. London 1972: A. Lane; Sauder, Gerhard: Herder’s Poetic Works. Translations and Views on Poetry. In: Adler, Hans / Koepke, Wulf (Hg.): A Companion to the Works of Johann Gottfried Herder. Rochester 2009: Camden House, 305-330, 317.
  • 65 .
    Gotter, Ulrich: Der Diktator ist tot! Politik in Rom zwischen den Iden des März und der Begründung des Zweiten Triumvirats. Stuttgart 1996: F. Steiner, 207. – Vgl. zur visuellen Aneignung des Brutus-Themas seit dem 16. Jh.: Bredekamp, Horst: „Brutus“. In: Fleckner, Uwe u. a. (Hg): Handbuch der politischen Ikonographie 1. München 2011: C. H. Beck, 186-192.
  • 66 .
    Simonis, Linda: „Brutus (Marcus)“. In: Der Neue Pauly. Suppl. 8: Historische Gestalten der Antike. Rezeption in Literatur, Kunst und Musik. Darmstadt 2013: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 193-206. Giacomo Leopardis Deutung ist besonders hervorzuheben: Spinelli, Alice: „Inquiete larve. Performative Inszenierung der Ent-Täuschung in den Selbstmord – Kanzonen Leopardis“. In: Klettke, Cornelia / Neumeister, Sebastian (Hg.): Dichtung als inszenierte Selbsttäuschung in der Krise des Bewusstseins. Berlin 2017: Frank & Timme, 101-164, 106.
  • 67 .
    Siehe etwa von dem oben zitierten RE-Artikel von Matthias Gelzer: „Junius 53“, 1918 bis hin zu der neueren Monographie von Corrigan: Brutus, 2015.
5. Ausgewählte Literatur
  • Azoulay, Vincent: Les tyrannicides d’Athènes. Vie et mort de deux statues. Paris 2014: Éditions de Seuil (engl. Übersetzung: The Tyrant-slayers of ancient Athens. A tale of two statues. Oxford 2017: Oxford University Press).

  • Bredekamp, Horst: „Brutus“. In: Flecker, Uwe u. a. (Hg.): Handbuch der politischen Ikonographie 1. München 2011: C. H. Beck, 186-192.

  • Fehr, Burkhard: Die Tyrannentöter, oder: Kann man der Demokratie ein Denkmal setzen? Frankfurt 1984: Fischer.

  • Ferrario, Sarah Brown: Historical Agency and the ‚Great Man‘ in Classical Greece. Cambridge 2014: Cambridge University Press, 18-25.

  • Hölscher, Fermande: „Die Tyrannenmörder – ein Denkmal der Demokratie“. In: Stein-Hölkeskamp, Elke / Hölkeskamp, Karl-Joachim (Hg.): Die griechische Welt. Erinnerungsorte der Antike. München 2010: C. H. Beck, 244-258.

  • Piccolimini, Manfredi: The Brutus Revival. Parricide and Tyrannicide during the Renaissance. Carbondale 1991: Southern Illinois University Press.

  • Rawson, Elizabeth: „Cassius and Brutus. The Memory of the Liberators“. In: Moxon, I. S. (Hg.): Past Perspectives. Studies in Greek and Roman Writing. Cambridge 1986: Cambridge University Press, 101-120.

  • Schubert, Charlotte: „Die Entstehung eines politischen Mythos in Athen. Von der Tyrannis zur Demokratie“. In: Behemoth. A Journal on Civilisation 3 (2010), 132-168, DOI: 10.1524/behe.2010.0007.

  • Schweizer, Beat: „ ‚.. da den Tyrannen sie erschlugen, gleiches Recht den Athenern schufen‘. Archäologie eines Attentats“. In: Fitzenreiter, Martin (Hg.): Das Ereignis. Geschichtsschreibung zwischen Vorfall und Befund. London 2009: Golden House, 239-263.

  • Tempest, Kathryn: Brutus. The Noble Conspirator. New Haven u. a. 2017: Yale University Press, 47-49.

6. Abbildungsnachweise

Abb. 1: Statuen der Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton. Römische Marmorkopie der bronzenen Statuengruppe des Kritios und Nesiotes auf der Agora von Athen, 477/6 v. Chr. Neapel, Museo Archeologico.
Quelle: User:Daderot / Wikimedia Commons
Lizenz: Creative Commons BY-SA 3.0 Unported

Abb. 2 und Teaserbild: Harmodios und Aristogeiton ermorden den Tyrannen Hipparchos. Attisch-rotfiguriger Stamnos, um 470/60 v. Chr., Würzburg, Martin-von-Wagner Museum der Universität, Inv.-Nr. 515.
Quelle: User: Daderot / Wikimedia Commons
Lizenz: Creative Commons CC0 1.0 Universal

Abb. 3: Denar des Marcus Iunius Brutus, griechische Münzstätte, 43/2 v. Chr.
Quelle: Classical Numismatic Group, Inc. http://www.cngcoins.com / Wikimedia Commons
Lizenz: Creative Commons BY-SA 2.5 Generic

Zitierweise

Eich, Peter / von den Hoff, Ralf / von Reden, Sitta: „Freiheitsheld (Antike)“. In: Compendium heroicum. Hg. von Ronald G. Asch, Achim Aurnhammer, Georg Feitscher und Anna Schreurs-Morét, publiziert vom Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ der Universität Freiburg, Freiburg 11.06.2019. DOI: 10.6094/heroicum/fhhd1.0

Metadaten

DOI 10.6094/heroicum/fhhd1.0
Schlagworte (DNB/GND) Heroisierung, Demokratie, Antike, Mythos, Tyrannenmord, Tyrannenmördergruppe Athen, Aristogeiton, Harmodios, Brutus, Marcus Iunius, Brutus, Lucius Junius
Karlsruher Virtueller Katalog (KVK)Heroisierung, Demokratie, Antike, Mythos, Tyrannenmord, Tyrannenmördergruppe Athen, Aristogeiton, Harmodios, Brutus, Marcus Iunius, Brutus, Lucius Junius
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