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Handlungsmacht

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1. Einleitung

Der Held ist ein Einzelgänger. Er vollbringt seine Heldentat allein. Er entscheidet, er handelt, und er riskiert sein Leben. Hegel schreibt, dass Helden im ‚Heroenzeitalter‘ ihre Taten noch vollumfänglich verantworteten.1 Deswegen kann es für Hegel in der modernen, bürgerlichen Gesellschaft, die sich durch Arbeitsteilung auszeichnet, keine Helden mehr geben. Denn an den Handlungsabläufen sind nun viele Menschen beteiligt, die Verantwortung ist auf mehrere Schultern verteilt und „nicht mehr die Sache des individuellen Heldenmuts und der Tugend ein und desselben Subjekts“.2 Historisch gesehen, hat sich Hegels Prognose nicht bewahrheitet. Selbst im sogenannten ‚postheroischen Zeitalter‘ wimmelt es an heroischen Gestalten.3 Für die Darstellung von Heldinnen und Helden trifft jedoch zu, dass sie in der Regel als Einzelkämpfer und Alleinerantwortliche gezeigt werden. Heldengeschichten konzentrieren sich auf eine Protagonistin oder einen Protagonisten, stellen eine starke und aktive Einzelfigur ins Zentrum.4 Die Tatkraft zeichnet den Helden aus. Deswegen verwundert es nicht, dass neben ‚Heldentod‘ und ‚Heldenmut‘ die ‚Heldentat‘ zu den wenigen feststehenden Redewendungen gehört, die mit ‚Held-‘ zusammengesetzt sind.5

Wie bei den anderen zentralen Merkmalen ⟶heroischer Figuren (Außerordentlichkeit, ⟶Transgressivität, affektive und moralische Aufgeladenheit und Agonalität) will auch hier die Analyse zeigen, wie die Eigenschaft heroischer Handlungsmacht zustande kommt. Heroische Handlungsmacht wird als das Ergebnis eines ⟶Konstitutionsprozesses analysiert.6 Bei dem Prozess handelt es sich um die Konzentration menschlicher Agency.7 Um ihn nachzeichnen zu können, wird bei einer konkreten heroischen Figur angesetzt und rekonstruiert, wie diese Eigenschaft zustande kam. Die Akteur-Netzwerk-Theorie eignet sich, um diesen Prozess nachzuzeichnen. Sie wird weiter unten als Analyseinstrument eingeführt.

Mit der Akteur-Netzwerk-Theorie – erweitert um literatur- und medienwissenschaftliche Zugänge – werden Zuschreibungs-, Kommunikations- und Darstellungsprozesse untersucht, durch die eine menschliche Person erst zu einer Heldin oder einem Helden gemacht wird. Die heroische Figur stellt entsprechend eine ‚Realfiktion‘8 dar, die kommunikativ und medial mit erzeugt wird, davon unabhängig ob am Anfang eine reale historische Person den Ausgangspunkt darstellt oder nicht. Wenn eine historische Person den Ausgangspunkt bildet, vollzieht sich die Konzentration der Agency als historischer Vorgang, als eine Überlieferungsgeschichte. Aber auch im Fall von fiktiven Darstellungen lässt sich untersuchen, wie die starke Handlungsmacht als Kommunikations- und Darstellungseffekt entsteht.

2. Handlungsmacht – zur Konstitution heroischer Agency

Heroische Handlungsmacht zeichnet sich idealtypisch dadurch aus, dass a) sie sich auf menschliches Handeln bezieht, b) es sich der Tendenz nach nur um eine Person handelt (numerisch gesehen) und die Vielen demgegenüber eher passiv sind sowie c) sich die Weise des Agierens durch Aktivität, Macht und Stärke charakterisieren lässt (qualitativ gesehen). Dieses menschliche Handeln ist nach Weber zudem als „sinnhaft besondertes Verhalten“9 gerahmt, dem eine Motivation und eine Entscheidung zugrunde liegen. Folglich stellt es ein bewusstes Agieren dar – etwa bewusst ein persönliches Risiko in Kauf zu nehmen, mit Gesetzen zu brechen etc. – für das die handelnde Person von anderen verantwortlich gemacht werden kann.

Zur Untersuchung der heroischen Handlungsmacht lässt sich das sozialwissenschaftliche Konzept der ‚Agency‘ einsetzen. Mit dessen Hilfe wird analysiert, „wer oder was über welche Art von Handlungsmächtigkeit verfügt oder diese zugeschrieben bekommt“10. In dieser Formulierung wird bereits deutlich, dass nicht nur einzelne Menschen Agency aufweisen oder zuerkannt bekommen, sondern auch andere soziale Akteure wie Institutionen oder nicht-menschliche Akteure.11 Die Akteur-Netzwerk-Theorie, wie sie maßgeblich von Bruno Latour entwickelt worden ist, bietet dazu eine produktive Heuristik.12

Was versteht Latour unter einem ‚Akteur‘?13 Er übernimmt aus der Semiotik das Konzept des ‚Aktanten‘. Demnach agiert in einem Text nicht nur die Hauptfigur, vielmehr tragen alle im Text genannten Instanzen ihren Teil zum Ablauf einer Geschichte bei. Dazu zählen die verschiedenen Personen, aber auch nicht-menschliche Akteure, individuelle, wie kollektive, figurative wie nicht-figurative.14 Latour überträgt dieses Konzept der ‚Akteure‘ oder ‚Aktanten‘ auf die Experimentalsituation in einem naturwissenschaftlichen Labor. Bei einem Experiment gebe es analog ein bestimmtes Arrangement von chemischen Stoffen, technischen Apparaten, menschlichen Intentionen usf. Am Ausgang des Experiments sind alle Akteure beteiligt – es kann an einem technischen Gerät scheitern, die chemische Substanz kann unerwartet reagieren, ein Wissenschaftler kann etwas übersehen usw. Alle an einer solchen Situation beteiligten Akteure stehen in Wechselwirkung miteinander und bilden auf diese Weise ein ‚Akteur-Netzwerk‘.

Ein Akteur-Netzwerk ist als ‚Interdependenzgefüge‘ strukturiert. Die beteiligten Elemente gehen nicht als sozusagen fertige und feststehende Akteure in dieses Netzwerk ein. Vielmehr werden sie zu dem, was sie darstellen, erst durch die Wechselwirkungen mit den anderen Akteuren. Es gibt folglich keine unveränderlichen Elemente, aus denen sich das Netzwerk zusammensetzt. Die Einheit eines Netzwerks determiniert allerdings auch nicht ‚top down‘ dessen Elemente. Stattdessen gibt es eine mittlere Interaktionsebene, auf der die einzelnen Akteure mitbestimmen, was geschieht, aber auch Wirkungen durch das Gesamtgefüge erzielt werden.15

Nachdem sich dieser Ansatz für die Beschreibung der komplexen Vorgänge im Labor bewährt hat, schlägt Latour ihn grundsätzlich als Alternative für soziologische Beschreibungen vor. Denn diese beschränkten sich aus seiner Sicht auf soziale Akteure und blendeten die Rolle aller anderen Beteiligten aus. Es komme jedoch darauf an, die sozio-technischen Netzwerke insgesamt zu beschreiben und nicht vorab eine kategorische Trennung vorzunehmen, die alle Naturdinge, technischen Objekte usw. ausschließe.16 Hier gelte in erster Linie das Prinzip der Symmetrie: Alle und alles sollen zunächst auf gleiche Weise hinsichtlich ihrer Beteiligung am Gesamtgeschehen einbezogen werden.

Außerdem können Akteure eine Übertragungskette bilden, über die Informationen oder auch wissenschaftliche Referenzen zirkulieren – was für die später noch folgende Analyse der Medien aufschlussreich sein wird. Die untereinander verketteten Akteure fungieren als ‚Mittler‘. Latour übernimmt hier von Michel Serres das Konzept der ‚Übersetzung‘.17 Mittler transportieren in einer Übertragungskette eine Information nicht nur, sondern sie transformieren sie. Akteure, die als Mittler fungieren, sind also nicht bloß Transportmittel, sondern sie übersetzen, sie verändern, das, was sie übertragen.

Vor diesem analytischen Hintergrund wird deutlich, dass die menschliche Agency eine spezifische Form der Handlungsmacht darstellt, deren sie konstituierende Elemente bei der Analyse beachtet werden müssen. Die handelnde Instanz erhält im Fall der heroischen Figur ein Gesicht, einen Namen, ein Geschlecht, ist mit einer biografischen Erzählung verbunden etc. Dazu werden literatur- und medienwissenschaftliche Methoden einbezogen, die sich an den jeweiligen Darstellungsmedien und ihren Eigenlogiken orientieren. Außerdem besteht eine inhaltliche Schnittmenge zum Prozess der Personalisierung, der an anderer Stelle eigens behandelt wird.

3. Ein Fallbeispiel: Louis Pasteur und die historische Rekonstruktion der Konzentration von Agency

Die Konzentration von Agency soll im Folgenden am Beispiel des Wissenschaftshelden Louis Pasteur untersucht werden.18 Am Ende, als Ergebnis des zu analysierenden Prozesses, steht Louis Pasteur als herausragender Wissenschaftler, der mit seinen Entdeckungen der Mikroben und der Impfstoffe Millionen von Menschen das Leben gerettet hat. Auf der Website Science Heroes werden Wissenschaftshelden aufgeführt und tatsächlich gezählt, wie viele Leben sie gerettet haben.19 Zu Pasteur wird eingeräumt, dass die Zahl in seinem Fall nicht exakt bestimmt werden kann. Weil seine Forschungen aber so grundlegend für viele andere wissenschaftliche Errungenschaften gewesen seien, werde er zu den „Science Heroes Legends“20 gezählt. In Frankreich findet man in fast jeder Stadt eine Straße, die nach Pasteur benannt ist, es gibt unzählige Pasteur-Denkmäler (vgl. etwa Abb. 1) und er taucht in Comics genauso auf (vgl. Abb. 3 und 4) wie als Vorbild in Schulbüchern. In der Fernsehshow „Le plus grand Français de tous les temps“ (2005 auf France 2 ausgestrahlt) wurde Pasteur bei der Frage, wer der wichtigste Franzose aller Zeiten sei, auf den zweiten Platz hinter Charles de Gaulle gewählt.21 Pasteur ist allerdings nicht nur in Frankreich eine prägende Figur, sondern zählt in vielen Ländern zu den verehrten Vorbildern der Wissenschaft.22

Pasteur-Denkmal
Pasteur-Denkmal

von Horace Daillion in Arbois (1901).
Quelle: User:FrancoisFC / Wikimedia Commons
Lizenz: Creative Commons BY-SA 3.0

Wie kommt diese länderübergreifende Verehrung von Louis Pasteur als Wissenschaftsheld zustande? Da es sich um eine historische Person sowie geschichtliche Ereignisse handelt, kann rekonstruiert werden, wie sich die heroische Handlungsmacht im Laufe der Zeit herausgebildet hat. Pasteurs wichtigste Heldentat und der Ausgangspunkt seiner ⟶Heroisierung war das öffentliche Experiment von Pouilly-le-Fort.23 Pasteur beschloss 1881, die Wirkung seiner Impfungen öffentlich auf einem Bauernhof in dem kleinen Vorort von Paris, Pouilly-le-Fort bei Melun, an Tieren zu demonstrieren. Er wählte dafür folgende Versuchsanordnung: von 50 Schafen wurden 25 zweimal im Laufe eines Monats mit seinem Impfstoff geimpft.24 Alle 50 Schafe wurden anschließend mit dem Milzbrand-Virus infiziert. Wiederum drei Tage später fuhren Pasteur und seine beiden Mitarbeiter Émile Roux und Charles Chamberland nach Pouilly-le-Fort und kontrollierten unter Anwesenheit eines großen Publikums und der Presse, welche Schafe noch lebten. Das Ergebnis war eindeutig: Alle geimpften Tiere hatten überlebt, während alle nicht geimpften verendet waren, bis auf zwei, die schwerst erkrankt waren. Der Triumph war groß und die Nachricht davon verbreitete sich schnell in alle Welt.

An dem Experiment in Pouilly-le-Fort waren viele Akteure beteiligt: sowohl Pasteurs Konkurrenten in der Akademie, seine wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, als auch Politiker, Zuschauer etc. Aber es waren – das lässt sich aus Sicht der Akteur-Netzwerk-Theorie ergänzen – nicht nur menschliche Akteure involviert, sondern auch die technischen Geräte, das ganze technische Arrangement im Labor, die Schafe, die Mikroben und nicht zuletzt die Medien, die im Anschluss an die Ereignisse auf dem Bauernhof weltweit darüber berichteten. Es handelte sich um ein Netzwerk von vielen unterschiedlichen Akteuren, die direkt an der Situation beteiligt waren und die die Geschehnisse alle auf ihre Weise mit prägten (vgl. Abb. 2).25

Akteur-Netzwerk von Pouilly-le-Fort
Akteur-Netzwerk von Pouilly-le-Fort

Eigene Bildcollage von Tobias Schlechtriemen.
Quellen und Lizenzen: Siehe Abbildungsverzeichnis

Der Vorteil der Heuristik der Akteur-Netzwerk-Theorie besteht darin, dass sie zunächst alle verschiedenen Akteure mit einbezieht. Dadurch ermöglicht sie die Beobachtung des folgenden Prozesses mit seinen Grenzziehungen: In der Überlieferung der Ereignisse von Pouilly-le-Fort wird die anfangs auf viele Akteure verteilte Agency immer stärker auf Pasteur als Zentralfigur konzentriert. Zeigen die ersten Darstellungen noch relativ viele andere Akteure, bleibt nach einiger Zeit nur noch Pasteur mit wenigen Begleitfiguren übrig. Nun steht der aktive Held im Zentrum, die Agency fast aller anderen Beteiligten wird ausgeblendet – mit Ausnahme derjenigen, die sozusagen ‚emblematisch‘ zur betreffenden heroischen Figur gehören.26 So wird Pasteur beispielsweise häufig von seinem Reagenzglas oder seinem Mikroskop begleitet, wie auf dem Cover der Zeitschrift Real Heroes, auf dem Pasteur neben den Kriegshelden im Kampf mit seinem „unseen enemy“ gezeigt wird (vgl. Abb. 3 und 4).

Ein Teil des Heroisierungsprozesses besteht also darin, dass die Akteurschaft auf die eine Figur im Zentrum konzentriert und ihr der Tendenz nach die ganze Aktivität zugeschrieben wird. Durch diesen Konzentrationsprozess lässt sich das Zustandekommen der Eigenschaft einer starken Agency beschreiben (vgl. Abb. 5).

Das Akteur-Netzwerk wird auf Pasteur konzentriert.
Das Akteur-Netzwerk wird auf Pasteur konzentriert.

Eigene Bildcollage von Tobias Schlechtriemen.
Quellen und Lizenzen: Siehe Abbildungsverzeichnis unter Abb. 2 und 4.

In dem Prozess, der zwischen dem Akteur-Netzwerk auf der linken und der heroisierten Figur auf der rechten Seite der Abbildung stattfindet, wird zudem zwischen Menschen und Dingen getrennt. Hat man zunächst noch eine gemischte Konstellation, bleibt am Ende der handelnde Mensch. Im Rahmen der Heuristik wird somit auch deutlich, dass es ein wichtiger Teil der Heroisierung ist, dass der Held als Mensch dargestellt wird, dass er ein Gesicht, ein Geschlecht und einen Namen erhält, als Handelnder in Erscheinung tritt und es biografische Erzählungen über ihn gibt. Es vollzieht sich also parallel zur Konzentration der Handlungsmacht ein Prozess, den man als ‚Anthropomorphisierung‘ oder ‚Personalisierung‘ bezeichnen könnte (vgl. Abb. 6).27

Schema zu den Prozessen der Konzentration der Agency und der Anthropomorphisierung
Schema zu den Prozessen der Konzentration der Agency und der Anthropomorphisierung

Eigene Grafik von Tobias Schlechtriemen.
Lizenz: Creative Commons BY-ND 4.0

An der Konzentration der Agency auf einen handelnden Mensch im Zentrum sind zudem verschiedene Medien beteiligt. Ein Beispiel dafür ist das Denkmal, das Pasteur in erhaben sitzender Position darstellt (vgl. Abb. 1). Zur medienspezifischen Darstellung gehört, dass in Denkmalform immer nur wenige bzw. der Tendenz nach nur eine Person gezeigt wird. Zudem wird diese Figur ‚auf den Sockel gestellt‘ und oftmals überlebensgroß präsentiert, sodass die oder der Betrachtende zu ihr aufschauen muss. Auch der Aufstellungsort wird bewusst ausgewählt und trägt auf seine Weise zur Konzentration der Agency bei: Denkmäler werden häufig an prägnanten Plätzen im Stadtbild positioniert. Bisweilen werden diese Orte für feierliche Versammlungen genutzt, in deren Mitte oder über denen die als Denkmal dargestellt Person thront. Mittels Vereinzelung, Heraushebung durch Größe sowie entsprechender Platzierung im Stadtbild tragen Denkmäler dazu bei, dass der dargestellte Held als allein agierende (quantifizierend), als mächtige und bedeutende Figur (qualitativ) wahrgenommen wird.28 Als Mittler im Sinne Latours übersetzen, transformieren, sie das Dargestellte. Außerdem verleiht das Denkmal der verehrten Person – in diesem Fall Pasteur – eine menschliche Gestalt und trägt somit zur Anthropomorphisierung bei.29

Was hier exemplarisch in Bezug auf Denkmäler gezeigt wurde, gilt für alle ⟶Medien. Sie weisen je spezifische Möglichkeiten und Affordanzen auf, mit denen sie sich an den Konzentrations- und Ausblendungsdynamiken beteiligen können, die sich im Laufe der Überlieferung vollziehen und der heroischen Figur ihre starke Agency sowie ihre menschliche Gestalt verleihen. In diesem Sinn gibt es den Helden erst, wenn er durch die medialen Mittler formiert wurde; an seiner Konstitution wirken die verschiedenen Medien auf ihre je eigene Weise mit und bringen dabei einerseits bereits bestehende ästhetische Darstellungsformen (Präfigurationen) ins Spiel, prägen andererseits aber auch neue Pathosformeln des Heroischen. Was (vorerst) bleibt, ist die eine heroische Figur mit ihrer starken Handlungsmacht und ihrem menschlichen Antlitz.

Für die Analyse von Heroisierungsprozessen bedeutet dies: Erstens, dass die ursprünglich am Geschehen oder an einer aktuellen Situation beteiligten aber durch die Konzentration ausgeblendeten Akteure rekonstruiert werden können.30 Dazu stellt die Heuristik der Akteur-Netzwerk-Theorie ein hilfreiches Analyseinstrument dar. Zweitens, dass narratologische, kunst- und medienwissenschaftliche Analysen zeigen können, auf welche Weise verschiedene Medien an den Prozessen der Konzentration der Handlungsmacht sowie an der Anthropomorphisierung mitwirken.

Geht man davon aus, dass ein Geschehen nicht zwangsläufig derart überliefert werden muss, dass dabei ein Mensch das Handlungszentrum bildet, so lässt sich nach der Funktion dieser Darstellungsform fragen.31 Pasteur wird in erster Linie als Wissenschaftsheld präsentiert. Die komplexe historische Situation von Pouilly-le-Fort wird in der Überlieferung auf diese Weise thematisch fokussiert. Daraus spricht zum einen die Überzeugung oder der Wunsch nach einer weitgehenden menschlichen Handlungsfähigkeit, derzufolge ein Geschehen durch einen Menschen zu kontrollieren sei. Zum anderen wird dadurch wissenschaftlichen Praktiken und Forschungsabläufen ‚ein Gesicht verliehen‘. Die mitunter abstrakten und komplexen Forschungsdynamiken – bei den Mikroben handelt es sich zudem um einen unsichtbaren Untersuchungsgegenstand – werden durch die menschliche Figur des Forschers und dessen heroisches Handeln vereinfacht und veranschaulicht. Wissenschaftsheldinnen und -helden üben entsprechend eine prägende Funktion in der Außendarstellung von Wissenschaft aus, auch wenn diese aufgrund ihrer simplifizierenden Darstellung immer wieder kritisiert wurde.32 Daran anschließend lässt sich nach alternativen Darstellungsformen fragen. Was die Form der Erzählung betrifft, geht es etwa um die Verteilung der Agency auf viele Beteiligte. Für Latour kann die Qualität eines Berichts daran gemessen werden, wie viele Akteure darin zu Wort kommen. Für ihn gilt: Je mehr Akteure mitsprechen und somit als aktiv an einer Situation Beteiligte wahrgenommen werden, desto eher wird eine Darstellung der Komplexität des Geschehens gerecht.33 So gesehen wären Heldengeschichten simplifizierende Erzählungen, jedenfalls dann, wenn sie beanspruchen, einen komplexen Vorgang adäquat abzubilden.

4. Einzelnachweise
  • 1 .
    Vgl. Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Vorlesungen über die Ästhetik I. Frankfurt a. M. 1997: Suhrkamp, 236-255.
  • 2 .
    Hegel: Vorlesungen über die Ästhetik I, 1997, 241.
  • 3 .
    Zu einer kritischen Analyse des Postheroismus-Diskurses vgl. Bröckling, Ulrich: Postheroische Helden. Ein Zeitbild. Berlin: Suhrkamp 2020 (im Erscheinen).
  • 4 .
    In vielen Zusammenhängen wird ‚der Held‘ und ‚der Protagonist‘ synonym verwendet.
  • 5 .
    Zum Verhältnis von heroischem Handeln und Heldentat vgl. Aurnhammer, Achim / Klessinger, Hanna: „Was macht Wilhelm Tell zum Helden? Eine deskriptive Heuristik heroischen Handelns“. In: Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft 62 (2018), 127-149.
  • 6 .
    Vgl. dazu einleitend Schlechtriemen, Tobias: „Konstitutionsprozesse heroischer Figuren“. In: Compendium heroicum. Hg. von Ronald G. Asch, Achim Aurnhammer, Georg Feitscher und Anna Schreurs-Morét, publiziert vom Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ der Universität Freiburg, Freiburg 07.06.2018. DOI: 10.6094/heroicum/konstitutionsprozesse. Diese Heuristik wurde ausgehend von der Analyse eines europäischen Quellenkorpus entwickelt und ist von ihrer Ausrichtung an diesen Kontext gebunden. Für andere kulturelle Kontexte muss das analytische Instrumentarium entsprechend angepasst oder geändert werden.
  • 7 .
    Vgl. zur Konzentration menschlicher Agency Schlechtriemen, Tobias: „Der ‚Held‘ als Effekt. Boundary work in Heroisierungsprozessen“. In: Berliner Debatte Initial 29.1 (2018), 106-119; Olmo Gölz: „Helden und Viele“, 2019 (im Erscheinen) untersucht in sozusagen umgekehrter Analyseperspektive nicht wie die Vereinzelung der heroischen Figur zustande kommt, sondern welche kollektive und verkollektivierende Wirkung solche zur Nachahmung aufrufenden Abweichungsfiguren erzeugen.
  • 8 .
    Vgl. Bröckling, Ulrich: Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform. Frankfurt a. M. 2007: Suhrkamp, 35-38.
  • 9 .
    Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. Band 1. Tübingen 1956: J.C.B Mohr, 3.
  • 10 .
    Helfferich, Cornelia: „Einleitung: Von roten Heringen, Gräben und Brücken. Versuche einer Kartierung von Agency-Konzepten“. In: Helfferich, Cornelia / Bethmann, Stephanie / Hoffmann, Heiko / Niermann, Debora (Hg.): Agency. Die Analyse von Handlungsfähigkeit und Handlungsmacht in qualitativer Sozialforschung und Gesellschaftstheorie. Weinheim / Basel 2012: Beltz Juventa, 9-39, 10.
  • 11 .
    Vgl. Emirbayer, Mustafa / Mische, Ann: „What Is Agency?“ In: American Journal of Sociology 103.4 (1998), 962-1023.
  • 12 .
    Vgl. etwa Latour, Bruno: Wir sind nie modern gewesen. Versuch einer symmetrischen Anthropologie. Frankfurt a. M. 2002: Suhrkamp; Latour, Bruno: Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft. Einführung in die Akteur-Netzwerk-Theorie. Frankfurt a. M. 2007: Suhrkamp; Belliger, Andréa / Krieger, David J. (Hg.): ANThology. Ein einführendes Handbuch zur Akteur-Netzwerk-Theorie. Bielefeld 2006: Transcript.
  • 13 .
    Vgl. Schüttpelz, Erhard: Elemente einer Akteur-Medien-Theorie. In: Schüttpelz, Erhard / Thielmann, Tristan (Hg.): Akteur-Medien-Theorie. Bielefeld 2013: Transcript, 9-67. Diese knappe Darstellung des Ansatzes der ANT orientiert sich am entsprechenden Abschnitt in Schlechtriemen, Tobias: „The Hero and a Thousand Actors. On the Constitution of Heroic Agency“. In: helden. heroes. héros. E-Journal zu Kulturen des Heroischen 4.1 (2016), 17-32. DOI: 10.6094/helden.heroes.heros./2016/01/03.
  • 14 .
    Vgl. Latour, Bruno: The Pasteurization of France. London 1988: Harvard University Press, 252, FN 11 und Latour: Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft, 2007, 93 ff. Er bezieht sich hier auf Greimas, Algirdas Julien / Courtès, Joseph: Sémiotique. Dictionnaire raisonné de la théorie du langage. Paris 1979: Hachette Université. Zum Akteurskonzept vgl. auch Latour: Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft, 2007, 76-149.
  • 15 .
    Vgl. hierzu das Konzept der ‚Assemblage‘, wie es DeLanda im Anschluss an Deleuze entwickelt hat. DeLanda, Manuel: A New Philosophy of Society. Assemblage Theory and Social Complexity. London / New York: Continuum 2006.
  • 16 .
    Die Elemente eines Netzwerks können in drei Rollen auftreten: als Zwischenglieder, die das, was sie transportieren, nicht verändern; als Mittler, die das übersetzen, transformieren, was sie weitergeben; und als Akteure, also solche Mittler, die durch Figuration klare Umrisse erhalten.
  • 17 .
    Sein Kollege Michel Callon bezieht sich auf Serres, Michel: Hermes III. Übersetzung. Berlin 1992: Merve.
  • 18 .
    Dieses Beispiel bietet sich an, weil Latour seinen Ansatz unter anderem an Pasteur und der Milchsäurehefe entwickelt. Vgl. Latour: The Pasteurization of France, 1988 sowie das Kapitel 4: „Von der Fabrikation zur Realität. Pasteur und sein Milchsäureferment“. In: Latour, Bruno: Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft, Frankfurt a. M. 2002: Suhrkamp, 137-174.
  • 19 .
    Online unter: https://scienceheroes.com (Zugriff am 14.10.2019).
  • 20 .
  • 21 .
    Auf diese Umfrage verweist auch Wirtén, Eva Hemmungs: The Pasteurization of Marie Curie. A (meta)biographical experiment. In: Social Studies of Science 45.4 (2015), 597-610.
  • 22 .
    ‚Pasteurisieren‘ ist in sehr vielen Sprachen ein gängiges Verb und ein ständig praktiziertes Verfahren, genauso wie das Impfen und grundlegende Hygienemaßnahmen unser tägliches Leben prägen.
  • 23 .
    Vgl. zu den Ereignissen Vallery-Radot, René: Louis Pasteur. Sein Leben und Werk. Freudenstadt 1948 [1900]: Schwarzwald Verlag, 441-455 und Geison, Gerald L.: The Private Science of Louis Pasteur. Princeton 1995: Princeton University Press, Kap. 6: „The Secret of Pouilly-le-Fort: Competition and Deception in the Race for the Anthrax Vaccine“, 145-176.
  • 24 .
    Im letzten Moment wurden noch zwei Schafe durch zwei Ziegen ausgetauscht und ergänzend sechs von zehn Kühen geimpft. Vgl. Geison: The Private Science of Louis Pasteur, 1995, 147, FN 7.
  • 25 .
    Wie dieses Akteur-Netzwerk durch jedes einzelne Element geprägt wird, die Elemente ihrerseits aber auch erst durch das Netzwerk bedingte Eigenschaften erhalten, lässt sich am Beispiel der Spritze verdeutlichen. Vgl. dazu Schlechtriemen: „The Hero and a Thousand Actors“, 2016, 23-25. Für die Hilfe bei der Erstellung des Akteur-Netzwerks danke ich Georg Feitscher.
  • 26 .
    Dazu gehört auch, dass der Fokus auf dem männlichen Wissenschaftsheld liegt. In der Verfilmung von Pasteurs Leben The Story of Louis Pasteur (von 1936, Regie William Dieterle) wird dem rational agierenden Wissenschaftler eine irrationale Mystikerin, ja fast Hexenfigur, gegenübergestellt.
  • 27 .
    Mit der Anthropomorphisierung ist hier das Verleihen einer menschlichen Gestalt gemeint. Insofern ist das Konzept hier weiter gefasst als in der Literaturwissenschaft üblich.
  • 28 .
    Das Denkmal in Budapest, das an den ungarischen Volksaufstand von 1956 erinnert (2006 von der Gruppe i-ypszilon errichtet), versinnbildlicht auf eine sehr treffende Weise die Konzentrationswirkung üblicher Denkmäler – und ist selbst auf den nun leeren Standort des ehemaligen Stalin-Denkmals ausgerichtet. Für den Hinweis darauf danke ich Olmo Gölz.
  • 29 .
    Gerade dieser Aspekt der körperlichen Präsentation stellt in muslimisch geprägten Kontexten – wie auch die Verbildlichung allgemein – ein Problem dar, was andere Darstellungsformen wie die Schrift oder allenfalls das Porträt nahelegt.
  • 30 .
    Historische Rekonstruktionen weisen die zusätzliche Schwierigkeit auf, dass ein Teil der beteiligten Akteure nicht mehr überliefert oder erhalten sind.
  • 31 .
    Das Sensory Ethnography Lab der Harvard University sucht gezielt nach alternativen Darstellungsmöglichkeiten. Online unter: http://sel.fas.harvard.edu/index.html (Zugriff am 14.11.2019).
  • 32 .
    Vgl. die Diskussionsbeiträge von Athene, Donald: „How many scientists does it take to make a discovery?“. In: The Telegraph, 17. September 2012; Athene, Donald: „In science today, a genius never works alone“. In: The Observer, 3. Februar 2013.
  • 33 .
    Vgl. Latour: Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft, 2007, 224. Auch Brecht lässt seinen ‚lesenden Arbeiter‘ nach den in Heldengeschichten Ausgeblendeten fragen: „Wer baute das siebentorige Theben? […] Der junge Alexander eroberte Indien. / Er allein? / Cäsar schlug die Gallier. / Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?“ und schließt mit „So viele Berichte / So viele Fragen.“ Brecht, Bertolt: Fragen eines lesenden Arbeiters. In: Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe. Band 12: Gedichte 2. Berlin / Weimar / Frankfurt a. M. 1988, 29. Für den Hinweis danke ich Achim Aurnhammer.
5. Ausgewählte Literatur
  • Aurnhammer, Achim / Klessinger, Hanna: „Was macht Wilhelm Tell zum Helden? Eine deskriptive Heuristik heroischen Handelns“. In: Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft 62 (2018), 127-149.

  • Belliger, Andréa / Krieger, David J. (Hg.): ANThology. Ein einführendes Handbuch zur Akteur-Netzwerk-Theorie. Bielefeld 2006: Transcript.

  • Bröckling, Ulrich: Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform. Frankfurt a. M. 2007: Suhrkamp, 35-38.

  • Bröckling, Ulrich: Postheroische Helden. Ein Zeitbild. Berlin: Surhkamp. (im Erscheinen)

  • DeLanda, Manuel: A New Philosophy of Society: Assemblage Theory and Social Complexity. London, New York 2006: Continuum.

  • Emirbayer, Mustafa / Mische, Ann: „What Is Agency?“ In: American Journal of Sociology 103.4 (1998), 962-1023.

  • Geison, Gerald L.: The Private Science of Louis Pasteur. Princeton 1995: Princeton University Press.

  • Gölz, Olmo: „Helden und Viele – Typologische Überlegungen zum kollektiven Sog des Heroischen. Implikationen aus der Analyse des revolutionären Iran“. In: helden. heroes. héros. E-Journal zu Kulturen des Heroischen (2019) (im Erscheinen).

  • Greimas, Algirdas Julien / Courtès, Joseph: Sémiotique. Dictionnaire raisonné de la théorie du langage. Paris 1979: Hachette Université.

  • Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Vorlesungen über die Ästhetik I. Frankfurt a. M. 1997: Suhrkamp.

  • Helfferich, Cornelia: „Einleitung: Von roten Heringen, Gräben und Brücken. Versuche einer Kartierung von Agency-Konzepten“. In: Helfferich, Cornelia / Bethmann, Stephanie / Hoffmann, Heiko / Niermann, Debora (Hg.): Agency. Die Analyse von Handlungsfähigkeit und Handlungsmacht in qualitativer Sozialforschung und Gesellschaftstheorie. Weinheim, Basel 2012: Beltz Juventa, 9-39, hier 10.

  • Latour, Bruno: The Pasteurization of France. London 1988: Harvard University Press.

  • Latour, Bruno: Wir sind nie modern gewesen. Versuch einer symmetrischen Anthropologie. Frankfurt a. M. 2002: Suhrkamp.

  • Latour, Bruno: Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft. Frankfurt a. M. 2002: Suhrkamp.

  • Schlechtriemen, Tobias: „The Hero and a Thousand Actors. On the Constitution of Heroic Agency“. In: helden. heroes. héros. E-Journal zu Kulturen des Heroischen 4.1 (2016), 17-32. DOI: 10.6094/helden.heroes.heros./2016/01/03.

  • Schlechtriemen, Tobias: „Der ‚Held‘ als Effekt. Boundary work in Heroisierungsprozessen“. In: Berliner Debatte Initial 29.1 (2018), 106-119.

  • Schlechtriemen, Tobias: „Konstitutionsprozesse heroischer Figuren“. In: Compendium heroicum. Hg. von Ronald G. Asch, Achim Aurnhammer, Georg Feitscher und Anna Schreurs-Morét, publiziert vom Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ der Universität Freiburg, Freiburg 07.06.2018. DOI: 10.6094/heroicum/konstitutionsprozesse.

  • Schüttpelz, Erhard: „Elemente einer Akteur-Medien-Theorie“. In: Schüttpelz, Erhard / Thielmann, Tristan (Hg.): Akteur-Medien-Theorie. Bielefeld 2013: Transcript, 9-67.

  • Serres, Michel: Hermes III. Übersetzung. Berlin 1992: Merve.

  • Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. Band 1. Tübingen 1956: J.C.B Mohr.

  • Wirtén, Eva Hemmungs: „The Pasteurization of Marie Curie. A (meta)biographical Experiment“. In: Social Studies of Science 45.4 (2015), 597-610.

6. Abbildungsnachweise

Abb. 1: Pasteur-Denkmal von Horace Daillion in Arbois (1901).
Quelle: User:FrancoisFC / Wikimedia Commons
Lizenz: Creative Commons BY-SA 3.0

Abb. 2: Akteur-Netzwerk von Pouilly-le-Fort; eigene Bildcollage. Verwendete Abbildungen von links oben nach rechts unten:

Abb. 2.1: Von Louis Pasteur benutzter Glaskolben, Frankreich, 1860-1864. Science Museum, London, Inv.-Nr. A55130.
Quelle: Wellcome Collection
Lizenz: Creative Commons BY 4.0

Abb. 2.2: Porträt von Marie und Louis Pasteur. 1889, Fotografie von Lejeune.
Quelle: gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France
Lizenz: Public Domain

Abb. 2.3: Charles Chamberland.
Quelle: U.S. National Library of Medicine
Lizenz: Public Domain

Abb. 2.4: Émile Roux.
Quelle: User:Materialscientist / Wikimedia Commons
Lizenz: Public Domain

Abb. 2.5: Louis Pasteur beobachtet mit Tollwut infizierte Kaninchen.
Quelle: User:Hausmaus / Wikimedia Commons; publiziert in Geison, Gerald L.: The Private Science of Louis Pasteur. Princeton 1995: Princeton University Press, nach S. 242; Erstveröffentlichung in La Science illustre, 15. September 1888.
Lizenz: Public Domain

Abb. 2.6: Impfung eines Schafs.
Quelle: Biodiversity Heritage Library; publiziert in Chamberland, Charles: Le charbon et la vaccination charbonneuse d’après les travaux récents de M. Pasteur. Paris 1883: Tignol, 304.
Lizenz: Public Domain

Abb. 2.7: Blutbild eines an Milzbrand verstorbenen Tieres.
Quelle: Biodiversity Heritage Library; publiziert in Chamberland, Charles: Le charbon et la vaccination charbonneuse d’après les travaux récents de M. Pasteur. Paris 1883: Tignol, 71.

Abb. 2.8: Von Louis Pasteur benutztes Mikroskop. Science Museum, London, Inv.-Nr. A55114.
Quelle: Wellcome Collection
Lizenz: Creative Commons BY 4.0

Abb. 2.9: Louis Pasteur, vor 1895, Fotografie von Paul Nadar.
Quelle: User:Crisco 1492 / Wikimedia Commons
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Abb. 2.10: Louis Pasteur umgeben von seinen Mitarbeitern in der Bibliothek des Institut Pasteur, 1894.
Quelle: gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France
Lizenz: Public Domain

Abb. 2.11: Jean-Joseph Henry Toussaint.
Quelle: User:Infofiltrage / Wikimedia Commons
Lizenz: Public Domain

Abb. 2.12: Spritze mit Injektionsnadel, England, 1855-1865. Science Museum, London.
Quelle: Wellcome Collection
Lizenz: Creative Commons BY 4.0

Abb. 2.13: Blutbild eines an Milzbrand verstorbenen Tieres.
Quelle: Biodiversity Heritage Library; publiziert in Chamberland, Charles: Le charbon et la vaccination charbonneuse d’après les travaux récents de M. Pasteur. Paris 1883: Tignol, 73.
Lizenz: Public Domain

Abb. 2.14: Von Louis Pasteur benutzte Glas-Pipetten.
Quelle: User:Beliason / Wikimedia Commons
Lizenz: Creative Commons BY-SA 3.0

Abb. 2.15: Wasserfilter, nach einem Entwurf von Pasteur-Chamberland, London 1884. Science Museum, London.
Quelle: Wellcome Collection
Lizenz: Creative Commons BY 4.0

Abb. 2.16: Reagenzglas.
Quelle: Biodiversity Heritage Library; publiziert in Chamberland, Charles: Le charbon et la vaccination charbonneuse d’après les travaux récents de M. Pasteur. Paris 1883: Tignol, 308.
Lizenz: Public Domain

Abb. 2.17: Louis Pasteur in seinem Labor an der Ecole Normale Supérieure. Zeichnung von Poyet.
Quelle: gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France; publiziert in La nature, 1884.
Lizenz: Public Domain

Abb. 2.18: Joseph Meister, der angeblich als erster Mensch gegen Tollwut geimpft wurde, im Jahr 1885.
Quelle: User:Hausmaus / Wikimedia Commons; publiziert in Geison, Gerald L.: The Private Science of Louis Pasteur. Princeton 1995: Princeton University Press, nach S. 242.
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Abb. 2.19: Zahl der landwirtschaftlichen Produkte in Frankreich 1893. Tabelle aus dem Annuaire statistique de la France.
Quelle: gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France; publiziert in: Annuaire statistique de la France 1892 – 1893 – 1894 (Nr. 15). Hg. v. Ministère de l’agriculture et du commerce, Service de la statistique générale de France. Paris 1894, 330-331.
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Abb. 2.20: Bakteriologischer Versuch des Pasteur-Instituts, Frankreich. Science Museum, London.
Quelle: Wellcome Collection
Lizenz: Creative Commons BY 4.0

Abb. 2.21: Spritze.
Quelle: Biodiversity Heritage Library; publiziert in Chamberland, Charles: Le charbon et la vaccination charbonneuse d’après les travaux récents de M. Pasteur. Paris 1883: Tignol, 307.
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Abb. 3: Darstellung Louis Pasteurs mit seinem Mikroskop. Titelblatt von Real Heroes, Nr. 7, November 1942.
Lizenz: Zitat nach § 51 UrhG

Abb. 4: Darstellung Louis Pasteurs mit seinem Mikroskop. Titelblatt von Real Heroes, Nr. 7, November 1942. (Vergrößerter Ausschnitt.)
Lizenz: Zitat nach § 51 UrhG

Abb. 5 & Teaserbild: Das Akteur-Netzwerk wird auf Pasteur konzentriert. Eigene Bildcollage von Tobias Schlechtriemen.
Quellen: Siehe unter Abb. 2 und 4.

Abb. 6: Schema zu den Prozessen der Konzentration der Agency und der Anthropomorphisierung.
Quelle: eigene Grafik von Tobias Schlechtriemen
Lizenz: Creative Commons BY-ND 4.0

Zitierweise

Schlechtriemen, Tobias: „Handlungsmacht“. In: Compendium heroicum. Hg. von Ronald G. Asch, Achim Aurnhammer, Georg Feitscher und Anna Schreurs-Morét, publiziert vom Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ der Universität Freiburg, Freiburg 14.11.2019. DOI: 10.6094/heroicum/hd1.0.20191114